Beste Gestaltungsideen für Schönefelder Norden gesucht

 

Video zur Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse online

23.09.2022

Im Rahmen einer Ausstellung zum städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb hatte die Öffentlichkeit Gelegenheit, die von den Wettbewerbsteilnehmern eingereichten Modelle und Entwürfe vom 29. August 2022 bis 09. September 2022 im Dialogforum in der Mittelstraße in Schönefeld zu besichtigen. Vorausgegangen war eine Vernissage am 26. August 2022, bei der Jurymitglieder als auch Wettbewerbssieger die Gelegenheit hatten, die Entwürfe und Entscheidungen zu erläutern. Der Regionale Fernsehsender KWtv hat im Auftrag der Gemeinde Schönefeld die Redebeiträge aufgezeichnet. Der Clip ist ab sofort auf dem Videoportal YouTube unter folgendem Link abrufbar:

> Aufzeichnung Ausstellungseröffnung am 26.08.2022

Eine neue Stadt entsteht: Preisträger präsentierten ihre Entwürfe

26.08.2022

So soll es im Schönefelder Norden einmal aussehen: Am Freitag präsentierte das Siegerteam des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs seinen Entwurf.

Während der Himmel dicke Tränen über Schönefeld ergoss, Keller und Bauareale flutete und eines der derzeit größten Probleme der Gemeinde offenbarte, sinnierten im Haus des Dialogforums in der Schönefelder Mittelstraße Planer und Architekten bereits über Lösungsansätze und nicht zuletzt über Schönefelds Zukunft. Nachdem am Montag zuvor mit der Juryentscheidung der städtebaulich-freiraumplanerische Wettbewerb für Schönefelds größtes Entwicklungsgebiet an der Hans-Grade-Allee zu Ende gegangen war, präsentierten die Preisträger am frühen Freitagabend erstmals öffentlich ihre Entwürfe. Der Jury-Vorsitzende Uli Hellweg sprach von einem guten Tag für die Gemeinde, nachdem bereits Schönefelds Bürgermeister, Christian Hentschel, in seiner Begrüßungsrede ins Schwärmen geraten war. Frech, innovativ und spannend, nannte dieser den Entwurf, der nunmehr die Grundlage für die weitere Planung des links und rechts der Hauptverkehrsstraße gelegenen Areals bilden wird. Er sei felsenfest davon überzeugt, dass mit dem preisgekrönten Siegerbeitrag das gefunden worden sei, wonach die Menschen, die hier leben, aber auch die, die einmal hier leben wollen, suchen, betonte er.

Zentrale Elemente des Konzepts, das das Team um die Uniprofessorin Christa Reicher vom Architekturbüro RHA Reicher Haase Assoziierte GmbH gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, der Carlo Lo Landschaftsarchitektur und Lindschulte Ingenieurgesellschaft GmbH entwarf, bilden eine urbane Dichte und vielfältiges Stadtgrün.

Das grüne Netz besteht dabei aus zwei wesentlichen Ost-West-Verbindungen. Zum einen der landschaftlich geprägten Verbindung vom Landschaftspark Rudow Altglienicke zu „In den Gehren“ mit dem Mauerpark im Norden und zum zweiten die südlich davon verlaufende zentrale Freizeitachse, die sich aus dem Bayangolpark in Richtung Osten entwickelt. Diese beiden übergeordneten Grünzüge werden mittels unterschiedlich programmierten Nord-Süd Achsen verbunden und durchzogen. Im zentralen Bereich entsteht ein großzügiges Freiraumfeld, das einerseits im Umfeld des Gymnasiums zentrale Freizeit- und Sozialeinrichtungen aufnimmt, als auch Raum für übergeordnete Sportnutzungen bietet, heißt es in der Entwurfserläuterung.

Das Zentrum am Rathaus Schönefeld wird über die Hans Grade Allee nach Osten zum Bahnhof weitergeführt. Es entsteht ein Knochenprinzip mit einem neuen Schwerpunkt im Bahnhofsumfeld, das die zentralen Versorgungsfunktionen bereitstellt.

Das Herz, so erläuterte Holger Hoffschröer, geschäftsführender Gesellschafter der RHA, bilden nachbarschaftliche Quartiere, mit jeweils ganz eigener Atmosphäre. Jedes Quartier besitze sein eigenes Zentrum und eine direkte Anbindung an das Grün und die Infrastruktur. Um den Verkehr bereits früh abzufangen, würden in den einzelnen Quartieren Quartiersgaragen geschaffen, die auch Sharing- und Versorgungsangebote beinhalteten. Wichtig, so der Preisträger, war dem Team, neben einer hohen Lebensqualität das Gebiet nachhaltig und im Einklang mit der Umgebung zu entwickeln. Ausgangspunkt bildete daher der Bestand, zentrales Element sei der Freiraum.

Genau dies war es denn auch, was den Ausschlag für die Jury zur Prämierung dieses Entwurfes gab. Die beiden Ziele, zum einen den Rahmenbedingungen und Ansprüchen an das Gebiet gerecht zu werden, zum anderen den Wünschen der Gemeinde, sei hier in besonderer Weise entsprochen worden, lobte der Juryvorsitzende Uli Hellweg. Den Verfasser*innen sei es in besonderem Maße gelungen, bestehende Bebauungsstrukturen in ein neues Gesamtbild für Schönefeld-Nord zu integrieren. Die unterschiedlichen Freiraumqualitäten sind in ihrer Dimensionierung und Ausgestaltung angemessen und lassen hohe Aufenthaltsqualitäten erwarten, heißt es unter anderem in der Beurteilung. „Mit dem Entwurf tritt Schönefeld aus dem Schatten des Flughafens und wird zu einer lebenswerten Stadt südlich Berlins“, sagte Hellweg.

Auf Schönefelds Bauverwaltung wartet nun eine große Aufgabe. Noch gibt es kein Baurecht in dem Quartier, aber einige bereits begonnene Verfahren und Bebauungspläne, die überarbeitet werden müssen, sagte Baudezernentin Kathrin Sczepan. Eines der vordringlichsten Entscheidungen für die Gemeindevertreter*innen wird dabei der Beschluss über den Bebauungsplan zur Planstraße E als Haupterschließungsachse sein, unter die auch die derzeit noch das Gebiet querende Hochspannungsleitung verlegt werden soll. Zudem plant der Landkreis Dahme-Spreewald im Bereich der Planstraße den Bau eines fünfzügigen Gymnasiums, das bereits zum Schulstart 2025/26 benötigt wird.

Viel Aufenthaltsqualität und Grün – das ist das Konzept des Siegerentwurfs des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs. Entwurf und Animation: RHA

Dokumente zum Download:

 


Wettbewerbssieger stehen fest

24.08.2022

Der Städtebaulich-Freiraumplanerische Wettbewerb „Schönefeld-Nord“ ist entschieden. In einem zweiphasigen Verfahren haben sich 24 Teams, bestehend aus Stadtplanern, Architekten sowie Landschaftsarchitekten mit der künftigen Entwicklung des rund 150 Hektar großen Wettbewerbsgebiets im Schönefelder Norden auseinandergesetzt. Das Areal erstreckt sich links und rechts der Hans-Grade-Allee in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof, der Schwimmhalle und des Rathauses und bietet Platz für rund 10.000 neue Bewohner*innen.

Am Montag, 22.08.2022 tagte unter dem Vorsitz des Berliner Stadtplaners Uli Hellweg erneut das Preisgericht, um aus den 10 Finalisten der zweiten Phase des Wettbewerbs die besten Arbeiten auszuwählen und den bzw. die Sieger zu küren. Letztlich setzte sich das Team um die Diplomingenieurin und Universitätsprofessorin Christa Reicher vom Architekturbüro RHA Reicher Haase Assoziierte aus Aachen durch, die ihren Entwurf gemeinsam mit der Carla Lo Landschaftsarchitektur aus Wien sowie der Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH aus Nordhorn entwickelte.

Ab Montag, 29. August 2022, werden die Ergebnisse des Wettbewerbs im Rahmen einer Ausstellung  im Dialogforum Airport Berlin Brandenburg in der Mittelstraße 11, in 12529 Schönefeld  der Öffentlichkeit präsentiert. Die Entwürfe und Modelle können dort bis zum 9. September 2022 jeweils werktags in der Zeit von 11 bis 18 Uhr betrachtet werden.


Ausstellung zum Abschluss geplant

In wenigen Wochen steht der Gewinner des von der Gemeinde Schönefeld ausgelobten Städtebaulich-Landschaftsplanerischen Wettbewerbs fest. Am 22. August 2022 wird das Preisgericht zum zweiten Mal tagen und nach vorheriger intensiver Prüfung der eingereichten Arbeiten den Sieger bzw. die Preisträger*innen küren. Diese als auch alle anderen Finalisten werden im Anschluss Gelegenheit bekommen, ihre Entwürfe öffentlich zu präsentieren. Im Rahmen einer Ausstellung werden voraussichtlich ab dem 26. August alle in der letzten Phase des Wettbewerbs erarbeiteten Modelle gezeigt. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.


Finalisten stehen fest

Am Montag, 25. April 2022, ist der Städtebaulich-Landschaftsplanerische Wettbewerb für das rund 170 große Plangebiet im Schönefelder Norden in seine heiße Phase eingetreten. In einem anonymisierten Verfahren hat das Preisgericht aus dem Pool der eingegangenen Konzepte die besten 10 ausgewählt, die nun im zweiten Teil des Bewerbungsverfahrens ihre Ideen konkretisieren können. Nach der Sommerpause, am 22. August 2022, wird das Preisgericht erneut zusammen kommen. Dann werden die Siegerentwürfe gekürt. 


Ausschreibung gestartet

Die Ausschreibung für den Städtebaulich-Landschaftsplanerischen Wettbewerb in Schönefeld-Nord ist erfolgt. Vorgeschaltet ist dem zweistufigen Wettbewerb ein Bewerbungsverfahren, bei dem per Los 30 qualifizierte Planungsbüros ausgewählt und eingeladen werden, sich an der erste Phase zu beteiligen. Anschließend tagt ein aus fachkundigen Planern und Sachverständigen zusammengesetztes Preisgericht. Dieses wird Ende April die besten 10 Arbeiten für die zweite Phase auswählen. Das Preisgericht zur Ermittlung der besten Entwürfe wird im Sommer 2022 tagen.


 

Idee für neues Stadtquartier geboren 

Die Gemeinde Schönefeld besitzt im nördlichen Gemeindegebiet ein riesiges Entwicklungspotenzial. Auf rund 170 Hektar Fläche könnte ein neues Wohnquartier für bis zu 11.500 neue Bewohner entstehen. Im Rahmen eines städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs sucht die Gemeinde in einem ersten Schritt die besten Entwicklungs- und Gestaltungsideen für das Areal. Ziel ist es, nachfolgender Bebauung und Projekten ein übergeordnetes, konzeptionelles Gerüst zu geben.

Konkret geht es um eine rund 170 Hektar große Fläche im Schönefelder Norden, die sich zwischen Bahn- und S-Bahntrasse und der nördlichen Grenze zu Berlin erstreckt. Entsprechend des bereits vorliegenden Rahmenplanes „Wohnen in Schönfeld“ könnte hier ein neues Stadtquartier mit zusätzlichen 9000 bis 11.500 Einwohnern gebaut werden.

Die Entwicklung im Schönefelder Norden war bisher geprägt durch eine Vielzahl an Einzelprojekten und Bauvorhaben, die baulich eher heterogen strukturiert und monofunktional auf das Wohnen ausgerichtet sind. Mit dem Wettbewerb bietet sich nun die Chance, das Plangebiet städtebaulich aufeinander abgestimmt, als auch klimaneutral und ressourcenschonend zu entwickeln.

Die eingereichten Ideen sollen durch eine unabhängige Fachjury bewertet und prämiert werden. Im Ergebnis soll am Ende ein schlüssiges, städtebaulich-freiraumplanerisches Gesamtkonzept stehen, das Grundlage für die weitere Bebauungsplanung und ggfs. kleinere sich anschließende Realisierungswettbewerbe sein soll. Neben übergeordneten Themen wie Klimaschutz und Mobilität sollen verstärkt auch soziale und bislang fehlende Infrastrukturprojekte berücksichtigt als auch die bestehende Wohnquartiere in das Gesamtkonzept einbezogen werden.

Die Gemeinde wird nun zunächst ihre Anforderungen und inhaltlichen Vorgaben an den Wettbewerb formulieren. Hier fließen auch feste Bindungen ein, die bereits aus früheren oder parallel verfolgten Zielen bestehen, wie etwa die Freihaltung der Trasse für die geplante U-Bahn-Linie U7 oder ein freizuhaltender Grünstreifen entlang der Siedlungsgrenze zu Berlin.