Beste Gestaltungsideen für Schönefelder Norden gesucht

 

Am Montag, 25. April 2022, ist der Städtebaulich-Landschaftsplanerische Wettbewerb für das rund 170 große Plangebiet im Schönefelder Norden in seine heiße Phase eingetreten. In einem anonymisierten Verfahren hat das Preisgericht aus dem Pool der eingegangenen Konzepte die besten 10 ausgewählt, die nun im zweiten Teil des Bewerbungsverfahrens ihre Ideen konkretisieren können. Nach der Sommerpause, am 22. August 2022, wird das Preisgericht erneut zusammen kommen. Dann werden die Siegerentwürfe gekürt. Im Anschluss ist auch eine Ausstellung der eingereichten Arbeiten geplant. Genaures wird zur gegebener Zeit bekannt gegeben.


 

Die Ausschreibung für den Städtebaulich-Landschaftsplanerischen Wettbewerb in Schönefeld-Nord ist erfolgt. Vorgeschaltet ist dem zweistufigen Wettbewerb ein Bewerbungsverfahren, bei dem per Los 30 qualifizierte Planungsbüros ausgewählt und eingeladen werden, sich an der erste Phase zu beteiligen. Anschließend tagt ein aus fachkundigen Planern und Sachverständigen zusammengesetztes Preisgericht. Dieses wird Ende April die besten 10 Arbeiten für die zweite Phase auswählen. Das Preisgericht zur Ermittlung der besten Entwürfe wird im Sommer 2022 tagen.


 

Die Gemeinde Schönefeld besitzt im nördlichen Gemeindegebiet ein riesiges Entwicklungspotenzial. Auf rund 170 Hektar Fläche könnte ein neues Wohnquartier für bis zu 11.500 neue Bewohner entstehen. Im Rahmen eines städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs sucht die Gemeinde in einem ersten Schritt die besten Entwicklungs- und Gestaltungsideen für das Areal. Ziel ist es, nachfolgender Bebauung und Projekten ein übergeordnetes, konzeptionelles Gerüst zu geben.

Konkret geht es um eine rund 170 Hektar große Fläche im Schönefelder Norden, die sich zwischen Bahn- und S-Bahntrasse und der nördlichen Grenze zu Berlin erstreckt. Entsprechend des bereits vorliegenden Rahmenplanes „Wohnen in Schönfeld“ könnte hier ein neues Stadtquartier mit zusätzlichen 9000 bis 11.500 Einwohnern gebaut werden.

Die Entwicklung im Schönefelder Norden war bisher geprägt durch eine Vielzahl an Einzelprojekten und Bauvorhaben, die baulich eher heterogen strukturiert und monofunktional auf das Wohnen ausgerichtet sind. Mit dem Wettbewerb bietet sich nun die Chance, das Plangebiet städtebaulich aufeinander abgestimmt, als auch klimaneutral und ressourcenschonend zu entwickeln.

Die eingereichten Ideen sollen durch eine unabhängige Fachjury bewertet und prämiert werden. Im Ergebnis soll am Ende ein schlüssiges, städtebaulich-freiraumplanerisches Gesamtkonzept stehen, das Grundlage für die weitere Bebauungsplanung und ggfs. kleinere sich anschließende Realisierungswettbewerbe sein soll. Neben übergeordneten Themen wie Klimaschutz und Mobilität sollen verstärkt auch soziale und bislang fehlende Infrastrukturprojekte berücksichtigt als auch die bestehende Wohnquartiere in das Gesamtkonzept einbezogen werden.

Die Gemeinde wird nun zunächst ihre Anforderungen und inhaltlichen Vorgaben an den Wettbewerb formulieren. Hier fließen auch feste Bindungen ein, die bereits aus früheren oder parallel verfolgten Zielen bestehen, wie etwa die Freihaltung der Trasse für die geplante U-Bahn-Linie U7 oder ein freizuhaltender Grünstreifen entlang der Siedlungsgrenze zu Berlin.