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INSEK: Kulturzentrum in Waßmannsdorf bleibt oberstes Ziel

Schönefeld hat die Schwimmhalle, Großziethen bekommt ein neues Sportzentrum und das zwischen den beiden größten Ortsteilen der Gemeinde gelegene Waßmannsdorf soll zum Kultur- und Begegnungort für die Gesamtgemeinde werden. Beim jüngsten Bürgergespräch auf dem Weg zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) untermauerten die Waßmannsdorfer diesen Wunsch, wenngleich Bürgermeister Christian Hentschel den Überlegungen, eine Verbindung mit dem Neubau und der hinter dem Sportplatz gelegenen Festwiese zu schaffen, vorerst eine Absage erteilen musste. Das Areal, das derzeit angepachtet ist, steht aktuell nicht zum Verkauf oder zur längerfristigen Pacht zur Verfügung. Das Ziel, Kulturzentrum und Festwiese, die unter anderem zur Ausrichtung des mittlerweile in Waßmannsdorf etablierten Deutsch-Mongolischen Volksfestes benötigt wird, in räumlicher Nähe anzusiedeln,soll aber nicht aufgegeben werden. Es werde nunmehr nach einer Alternative gesucht. Das mit dem INSEK beauftragte Büro SÖR nahm zudem aus der virtuellen Veranstaltung mit, dass die Waßmannsdorfer das neue Kulturzentrum in seiner Bedeutung höher bewerten, als es die Stadtplaner bislang taten. So war das Vorhaben zunächst regional begrenzt im Bereich Kultur verortet. Nunmehr soll aber entsprechend dem Wunsch der Waßmannsdorfer geprüft werden, ob es – unter dem Aspekt, dass es Ausstrahlungskraft auf die Gesamtgemeinde besitzen soll - in den Bereich „neue Zentren“ aufzunehmen ist.

Wie sich in der abschließenden Mentimeter-Umfrage zeigte, habe dieses Vorhaben für die Waßmannsdorfer die höchste Priorität. Als nicht minder wichtig bewerteten die Bewohner*innen im Weiteren die Entwicklung der Gewerbeflächen entlang des S-Bahnhofs. Dort sind unter anderem ein Campus mit Uni, Büros und Boardinghaus geplant. Waßmannsdorf hofft, dass dies dem Dorf nicht nur zu einem erhöhten Bekanntheitsgrad verhilft, sondern auch die Ansiedlung von Nahversorgungseinrichtungen nach sich zieht, die der Ort derzeit nicht hat. Moderator Michael Steinke bremste zwar die Hoffnung hinsichtlich einer Ansiedlung eines größeren Supermarktes, räumte aber ein, dass kleinteilige Nahversorgungslösungen im Umfeld des Bahnhofs denkbar seien. Eine weitere Frage wird die weitere Entwicklung des Waßmannsdorfer Ortskerns sein. Eine größere Wohnbauentwicklung scheidet für den Ortsteil auf Grund seiner Lage aus. Dagegen besitze Waßmannsdorf aber erhebliches Gewerbeentwicklungspotenzial, das man nutzen könne, aber nicht müsse, so der Stadtplaner. In jedem Fall müsse die weitere gewerbliche Entwicklung wohnortverträglich geschehen.

Ortsvorsteher Michael Smolinski verwies einmal mehr auf die schon bestehende und sich insbesondere auch bei der weiteren Entwicklung des Flughafens und der noch entstehenden Arbeitsplätze verschärfende Verkehrsproblematik. Hier müssten Lösungen geschaffen werden, um die Autos und vor allem den Schwerlastverkehr aus dem Ort zu ziehen – wie etwa eine Umgehungsstraße. „Wir müssen konzeptionell Wege schaffen, sonst werden wir irgendwann im Verkehr ersticken“, mahnte der Ortsvorsteher. Noch ist die Ortsumfahrung aber kein INSEK-Prozess. Dem damit beauftragten Büro SÖR sind die Planungen dazu noch nicht konkret genug, sagte Michael Steinke. Grundlage eines Konzeptes müsse eine verkehrsplanerische Untersuchung sein. Um der Bedeutung gerecht zu werden versprach er aber, das Projekt mit in den Bericht aufzunehmen, damit es nicht nur eine Protokollnotiz bleibt.

Das nächste INSEK –Bürgergespräch findet am kommenden Mittwoch, 02. März 2022, in Waltersdorf statt. Alle Informationen dazu als auch die erste Dokumentation des Ortsteilgespräches vom 14.02.22 in Großziethen sind hier zu finden:

Alle Informationen zum INSEK

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