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Aktuelle Informationen zur Impfung

 

Wer kann geimpft werden

 

Mit Inkrafttreten der neuen Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) am 7. Juni 2021 ist die bisherige Impfpriorisierung entfallen. Das heißt, jeder, der sich impfen lassen möchte, kann sich inzwischen um einen Termin bemühen.  Eine Auswahl impfender Ärzte hat die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg auf ihrer Internetseite unter https://www.kvbb.de/patienten/impfpraxen/ zusammengestellt.

Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren sind nach einem Beschluss der Konferenz der Ministerpräsident*innen mit der Bundeskanzlerin ebenfalls grundsätzlich impfberechtigt. Allerdings hat die Ständige Impfkommission (STIKO) keine allgemeine Empfehlung für das Impfen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren ausgesprochen. Die STIKO empfiehlt eine Impfung nur, wenn bestimmte Vorerkrankungen vorliegen, wie Übergewicht, Herzfehler, Trisonomie 21 oder schwere chronische Erkrankungen. Zudem empfiehlt die STIKO auch eine Impfung von Kindern und Jugendlichen,  in deren Umfeld sich Angehörige oder Kontaktpersonen befinden, die eine hohe Gefährdung für einen schweren Covid-19-Verlauf haben, aber selbst nicht geimpft werden können. 

Begründet wird die zurückhaltende Position mit der aktuell fehlenden Datenlage. Vor allem hinsichtlich der Sicherheit und Risiken bestünden noch zu viele Wissenslücken. Auch gebe es keine Hinweise auf einen allgemeinen Nutzen der Impfung. Viele Kinder und Jugendliche infizierten sich asymptomatisch mit SARS-CoV-2 oder zeigten, solange keine Vorerkrankungen bestünden, einen milden Krankheitsverlauf.

Die Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende Mai offiziell die Zulassung für die Impfung von Kindern ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer erteilt. 

 

 

Wie können Impftermine vereinbart werden

 

Terminbuchungen sind bei Betriebsärzten als auch niedergelassenen Privatärzten möglich und erfolgen direkt in der Praxis. 

Terminbuchungen für die Impfzentren sind weiter über die Hotline 116 117 oder über das Internet-Portal www.impfterminservice.de möglich.

Im Impfzentrum in Schönefeld sind Impfungen voraussichtlich noch bis Ende September 2021 möglich. Der Kreistag hatte in seiner Sitzung vor der Sommerpause beschlossen, das Impfzentrum ab 1. August 2021 in kommunale Trägerschaft des Kreises zu übernehmen. Ab August werden dort drei Impfstraßen für die Absicherung von Zweitimpfungen zur Verfügung stehen. Die Bundeswehr sicherte dafür personelle Unterstützung bis zum 26. September 2021 zu. Außerdem könnten bei entsprechender Nachfrage bis zu drei weitere Impfstraßen für Erstimpfungen vorgehalten und betrieben werden. Das Impfzentrum ist aktuell von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Daneben übernimmt der Landkreis auch das mobile Impfteam, das im Kreisgebiet für Erst- und Zweitimpfungen unterwegs ist. Auch hier könnten nach Angaben der Kreisverwaltung bei einer entsprechenden Nachfrage weitere Teams eingesetzt werden.

 

Womit wird geimpft

 

Derzeit sind Impfstoffe von Biontech/Pfitzer, Moderna als auch AstraZeneca im Einsatz. Neu auf dem Markt ist ein Impfstoff von Johnson&Johnson. 

Auf Grund einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hatte die Bundesregierung die Impfung mit AstraZeneca am 16. März 2021 gestoppt, drei Tage später aber wieder aufgenommen. Zwischenzeitlich wurde vereinbart, das Vakzin nur noch an Menschen im Alter über 60 Jahren zu verabreichen. Auch diese Entscheidung wurde Anfang Mai wieder aufgehoben. In Brandenburg können sich nunmehr auch unter 60-Jährige freiwillig mit AstraZeneca impfen lassen. Die Freigabe erfolgte zunächst ausschließlich für Arztpraxen. 

Hintergrund der Entscheidungen sind aufgetretene Hirnthrombosen, bei denen ein Zusammenhang mit der Impfung vermutet wird. Expert*innen des PEI hatten bei der Analyse des Datenstands eine auffällige Häufung einer speziellen Form von sehr seltenen Hirnvenen-Thrombosen (Blutgerinnseln) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit AstraZeneca festgestellt. Nach Auswertung der Daten hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)  empfohlen, weiter mit AstraZeneca zu impfen, aber das Bewusstsein für mögliche Risiken zu schärfen. In der Folge wurden jedoch weitere Thrombose-Fälle bekannt. Betroffen waren insbesondere Frauen im Alter unter 60 Jahren. Blutgerinnsel sollen nunmehr als seltene Nebenwirkung des Impfstoffs gelistet werden. Spezielle Risikofaktoren gäbe es aber nicht.  Nach Einschätzung der EMA würde der Nutzen des Impfstoffs die Risiken übersteigen. Das Institut empfahl daher, ihn weiter uneingeschränkt zu nutzen. Die Ständige Impfkommission hatte indes geraten, den Impfstoff von AstraZeneca nicht mehr bei Menschen unter 60 Jahren einzusetzen. 

 

Wie komme ich zum Impfzentrum oder Impfort

 

Die Anreise zum Impftermin erfolgt individuell und sollte nach Möglichkeit durch Angehörige organisiert werden, sofern der Weg nicht allein bewältigt werden kann. 

⇒ Impfzentrum Flughafen Schönefeld, Terminal 5 / Terminalbereich M – Abflug, 12529 Schönefeld.

Hinweis für die Anreise mit dem Auto: Bitte nutzen Sie den Parkplatz P56 direkt vor dem Terminal. Der Parkausweis kann beim Check Out gegen einen Ausfahrschein getauscht werden.

Die nächstgelegene Bus- und Bahnstation ist der S-Bahnhof Schönefeld in der Mittelstraße. Hier verkehren die S45 und S9 sowie die Buslinien 163, 164, 171,734, 735, 736, 738, 741 und 742 sowie N7 und N60.

In begrenztem Umfang kann für gesetzlich Versicherte durch den Vertragsarzt ein Krankentransport verordnet werden. Die betrifft Schwerbehinderte mit einem Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen "aG", "Bi" oder "H" als auch Pflegebedürftige der Pflegestufe 4 und 5 sowie des Pflegegrades 3, wenn eine dauerhafte Mobilitätsbeeinträchtigung vorliegt. 

Verordnete Fahrten mit einem Krankentransportwagen müssen vorab von der Krankenkasse genehmigt werden. Bei verordnete Fahrten zum Impfzentrum mit dem Taxi oder Mietwagen ist dies nicht notwendig.

Einen besonderen Service für Impfberechtigte bietet darüber hinaus der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Alle Fahrgäste, die mobilitätseingeschränkt sind, sich unsicher fühlen, oder einfach nicht allein mit Bus und Bahn unterwegs sein wollen, können den kostenlosen Begleitservice des VBB nutzen. Das Hilfsangebot bezieht sich dabei nicht allein auf den Weg zur Impfung, sondern auch auf die Impfung selbst. Termine können Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr unter der VBB-Service-Nummer (030) 34 64 99 40 vereinbart werden. Weitere Informationen unter www.vbb.de/begleitservice