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Aktuelle Informationen zur Impfung

 

Wer kann geimpft werden

 

Da noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht, muss bei der Vergabe priorisiert werden. Die Reihenfolge, in der geimpft wird, hat das Bundesgesundheitsministerium auf Grundlage einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI) festgelegt. 

Aktuell werden in Brandenburg alle Personen geimpft, die der Prioritätsstufe 1 bis 3 zuzuordnen sind. Das heißt, alle über Sechzigjährigen als auch alle Personen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe aufgrund einer Corona-Infektion können sich in den Impfzentren oder einer der impfenden Hausarztpraxen um einen Termin bemühen.Gleiches gelte auch für Lehrinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen und aktive Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr.

Um einen vollen Impfschutz zu erreichen, sind zwei Impfungen notwendig. Die Impfung ist kostenfrei und beruht auf Freiwilligkeit.

Aktuell Impfberechtigte in Brandenburg

 

Die Zuordnung zu den Prioritätsstufen ist der Grafik des Bundesgesundheitsministeriums zu entnehmen:

Download der Übersicht

Information des Verbandes Pflegehilfe zur Corona-Impfung für die Pflege zu Hause

 

In Zusammenarbeit mit der Landesärztekammer hat das Brandenburger Gesundheitsministerium eine Stelle zur Klärung von Impfprioritäten in Einzelfällen eingerichtet. Dorthin können sich Menschen wenden, die wegen einer Erkrankung oder Behinderung ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf aufweisen, aber bisher nicht zu einer der in der zweiten oder dritten Stufe der Corona-Impfordnung explizit genannten Gruppen gehören. Begründete Anträge auf eine Einzelfallenscheidung können per Post an das Gesundheitsministerium gesandt werden: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz, Abteilung Gesundheit, Postfach 60 11 63, 14411 Potsdam, Kennwort: Impfpriorität.

 

 

Wie können Impftermine vereinbart werden

 

Impftermine können aktuell über die zentrale Online-Plattform www.impfterminservice.de gebucht werden. Online-Termine können noch bis eine Stunde vor dem Termin vereinbart werden, allerdings besteht ein begrenztes Kontingent an freien Terminen. Voraussetzung für eine Impfung ist der Nachweis der Impfberechtigung durch ein ärztliches Zeugnis bzw. eine Arbeitgeberbescheinigung.

Personen im Alter von bis zu 64 Jahren, die aufgrund einer schweren Vorerkrankung oder Behinderung ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion haben, können Termine ebenfalls online über das Buchungsportal vereinbaren oder die eigens eingerichtete Sonderrufnummer 0331 / 23 18 97 07 anwählen.

 

Womit wird geimpft

 

Wegen der Impfstoffknappheit ist es nicht möglich, den Impfstoff eines bestimmten Herstellers frei zu wählen. Derzeit sind Impfstoffe von Biontech/Pfitzer, Moderna als auch AstraZeneca im Einsatz. Neu auf dem Markt ist ein Impfstoff von Johnson&Johnson. 

Auf Grund einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hatte die Bundesregierung die Impfung mit AstraZeneca am 16. März 2021 gestoppt, drei Tage später aber wieder aufgenommen. Zwischenzeitlich wurde vereinbart, das Vakzin nur noch an Menschen im Alter über 60 Jahren zu verabreichen. Auch diese Entscheidung wurde Anfang Mai wieder aufgehoben. In Brandenburg können sich nunmehr auch unter 60-Jährige freiwillig mit AstraZeneca impfen lassen. Die Freigabe erfolgte zunächst ausschließlich für Arztpraxen. 

Hintergrund der Entscheidungen sind aufgetretene Hirnthrombosen, bei denen ein Zusammenhang mit der Impfung vermutet wird. Expert*innen des PEI hatten bei der Analyse des Datenstands eine auffällige Häufung einer speziellen Form von sehr seltenen Hirnvenen-Thrombosen (Blutgerinnseln) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit AstraZeneca festgestellt. Nach Auswertung der Daten hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)  empfohlen, weiter mit AstraZeneca zu impfen, aber das Bewusstsein für mögliche Risiken zu schärfen. In der Folge wurden jedoch weitere Thrombose-Fälle bekannt. Betroffen waren insbesondere Frauen im Alter unter 60 Jahren. Blutgerinnsel sollen nunmehr als seltene Nebenwirkung des Impfstoffs gelistet werden. Spezielle Risikofaktoren gäbe es aber nicht.  Nach Einschätzung der EMA würde der Nutzen des Impfstoffs die Risiken übersteigen. Das Institut empfahl daher, ihn weiter uneingeschränkt zu nutzen. Die Ständige Impfkommission hatte indes geraten, den Impfstoff von AstraZeneca nicht mehr bei Menschen unter 60 Jahren einzusetzen. 

 

Wo wird geimpft

 

Über den Online-Impftermin-Service werden  hauptsächlich Termine für die Brandenburger Impfzentren vergeben, darunter das Impfzentrum im vorübergehend stillgelegten Terminal 5 des Flughafens BER in Schönefeld. Ausnahmen gelten für Krankenhauspersonal, das vor Ort geimpft wird, als auch Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen. Diese werden durch mobile Impfteams versorgt.

Liste der Impfzentren im Land Brandenburg

Mit der Änderung der Coronavirus-Impfverordnung vom 31. März 2021 können nun auch Hausärzte Regelimpfungen durchführen. Auch für die Hausarztpraxen gilt generell die festgelegte Prioritäten-Reihenfolge. Eine zentrale Einladung für die Patienten gibt es nicht. Die Vergabe der Impftermine – telefonisch oder online - obliegt den Praxen. Viele Ärzte sprechen ihre Patienten auch direkt an.

 

 

Wie komme ich zum Impfzentrum oder Impfort

 

Die Anreise zum Impftermin erfolgt individuell und sollte nach Möglichkeit durch Angehörige organisiert werden, sofern der Weg nicht allein bewältigt werden kann. 

⇒ Impfzentrum Flughafen Schönefeld, Terminal 5 / Terminalbereich M – Abflug, 12529 Schönefeld.

Hinweis für die Anreise mit dem Auto: Bitte nutzen Sie den Parkplatz P56 direkt vor dem Terminal. Der Parkausweis kann beim Check Out gegen einen Ausfahrschein getauscht werden.

Die nächstgelegene Bus- und Bahnstation ist der S-Bahnhof Schönefeld in der Mittelstraße. Hier verkehren die S45 und S9 sowie die Buslinien 163, 164, 171,734, 735, 736, 738, 741 und 742 sowie N7 und N60.

In begrenztem Umfang kann für gesetzlich Versicherte durch den Vertragsarzt ein Krankentransport verordnet werden. Die betrifft Schwerbehinderte mit einem Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen "aG", "Bi" oder "H" als auch Pflegebedürftige der Pflegestufe 4 und 5 sowie des Pflegegrades 3, wenn eine dauerhafte Mobilitätsbeeinträchtigung vorliegt. 

Verordnete Fahrten mit einem Krankentransportwagen müssen vorab von der Krankenkasse genehmigt werden. Bei verordnete Fahrten zum Impfzentrum mit dem Taxi oder Mietwagen ist dies nicht notwendig.

Einen besonderen Service für Impfberechtigte bietet darüber hinaus der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Alle Fahrgäste, die mobilitätseingeschränkt sind, sich unsicher fühlen, oder einfach nicht allein mit Bus und Bahn unterwegs sein wollen, können den kostenlosen Begleitservice des VBB nutzen. Das Hilfsangebot bezieht sich dabei nicht allein auf den Weg zur Impfung, sondern auch auf die Impfung selbst. Termine können Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr unter der VBB-Service-Nummer (030) 34 64 99 40 vereinbart werden. Weitere Informationen unter www.vbb.de/begleitservice