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Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Schönefeld 2030/35

 

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Kiekebusch und Karlshof

Nach der Bürgerversammlung im Herbst ist die Gemeinde Schönefeld mit dem Planungsbüro SÖR – Stadt I Ökonomie I Recht -  in die nächste Runde der Bürgerbeteiligung gestartet. In Kiekebusch fand am 26. März 2021 eine Videokonferenz mit den Bewohnern des Ortsteils statt.

Dazu hatte das Büro SÖR einen Entwurf für eine gemeindeweite Analyse erarbeitet und Porträts für die Ortsteile entworfen. Stichpunktartig wurden Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken erfasst als auch erste Handlungsfelder abgeleitet - Link zur Einladung.


 

Ergebnisse der Videokonferenz vom 26. März 2021 

Was wurde diskutiert?

In der Videokonferenz, die mit knapp 9 Prozent der Bewohner*innen eine herausragende Beteiligungsquote erreichte, wurden die erarbeiteten Ergebnisse vorgestellt und mit den Konferenzteilnehmern diskutiert. Strategisches Ziel für Kiekebusch sei es, den dörflichen Charakter des Ortsteils zu bewahren sowie die Nahversorgung zu verbessern. Dies soll punktuell vor Ort, vor allem aber durch eine bessere Anbindung an außerhalb gelegene Versorgungseinrichtungen geschehen, etwa durch eine bessere Anbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs oder den Ausbau von Radwegen. Sorgen, so wurde in der Diskussion auch deutlich, bereite den Kiekebuschern das Gewerbegebiet mit der Ansiedlung des Logistikzentrums von Amazon, das die Lebensqualität beeinträchtige und je nach weiterer Entwicklung weiter beeinträchtigen könnte. Auch die in Rede stehende Auffahrt zur Bundesautobahn wurde überwiegend negativ bewertet. So befürchten die Kiekebuscher, dass die Auffahrt bzw. Abfahrt noch mehr Verkehr in den Ort zieht, vor allem dann, wenn es sich auf der Autobahn staut und die Autos sowie Lkw’s die durch die Abfahrt gebotene Alternative über Kiekebusch und Rotberg wählen. Thematisiert wurden darüber hinaus die beschränkte Möglichkeit der Wohnbauentwicklung im Ort als auch eine Überalterung der Bevölkerung. Hier gelte es Zukunftsoptionen zu entwickeln. Die Kiekebuscher forderten hier eine klare Aussage darüber, wo und was im Ort noch gebaut werden kann, etwa durch Beschluss der noch offenen Klarstellungs- und Ergänzungssatzung für das Dorf Kiekebusch. Hingewiesen wurde darüber hinaus auf den teils schlechten Zustand der Wege. 

Wie sehen die Kiekebuscher ihren Ort?

Im Anschluss an die Diskussion hatten die Kiekebuscher Gelegenheit, im Rahmen einer Umfrage ihren Ort mit Schlagwörtern und Merkmalen zu beschreiben. Herausgestellt wurde hier der Bezug zur Natur und die Landschaft, aber auch die Nähe zu Berlin. Als besonders wesentlich wurden auch der Erhalt und die Entwicklung der Gemeinschaft genannt. 

Welche Prioritäten setzen die Kiekebuscher?

In einer weiteren Umfrage bestimmten die Kiekebuscher die aus ihrer Sicht prioritären Handlungsfelder. Hier konnten maximal drei genannt werden. Im Ergebnis bekam der Bereich Umwelt, Freiraum, Klima die mit Abstand meisten Stimmen. Als weitere wichtige Handlungsfelder wurden die Bereiche Wohnen als auch Kultur und Freizeit genannt. 

Welche konkreten Vorschläge gibt es?

Als ein erster konkreter Umsetzungsvorschlag wurde die Einrichtung eines Hofladens in Karlshof genannt. Dieser befinde sich bereits in der Planung und wird von den Beteiligten begrüßt. Nach Ansicht des Büro SÖR passe er sehr gut zur Analyse mit dem strategischen Ziel, den dörflichen Charakter zu bewahren. Der Hofladen könnte eine Lücke in der Versorgung schließen, zugleich aber auch als Treffpunkt fungieren. Als positiv wurde in diesem Zusammenhang auch die bereits begonnene Sanierung des Generationentreffs genannt. Hier besteht der Wunsch, ein Backhaus zu integrieren. Auch eine Wiederbelebung der Gaststätte im Ort wird angestrebt.

Wie geht es jetzt weiter?

Noch besteht die Möglichkeit, sich mit weiteren konzeptionellen Vorschlägen in den Prozess einzubringen. Diese werden gesammelt und bewertet. Im Weiteren sollen ein Leitbild überlegt und Handlungsschwerpunkte festgelegt werden, aus denen letztlich entsprechende Schlüsselprojekte und –maßnahmen abgeleitet werden. Je nach Situation soll das ergänzte und überarbeitete Konzept im Sommer bzw. Herbst nochmals in den Ortsteilen vorgestellt und diskutiert werden. Auch Politik und Verwaltung werden in die Diskussion einbezogen. 

Wie können Sie sich aktuell beteiligen? 

Noch bis zum 31. Mai 2021 haben Sie die Möglichkeit, ihre Ideen und Umsetzungsvorschläge an das Büro SÖR zu übermitteln. Schreiben Sie dazu eine E-Mail an insek-kiekebusch@stadt-oekonomie-recht.de oder geben Sie Ihre Aufzeichnungen oder Notizen auch gern im Rathaus oder bei Ihrem Ortsbeirat ab.

 

Soweit es die Pandemie-Lage zulässt, soll auch der ausgefallene und zunächst durch die Videokonferenz ersetzte Ortsteilspaziergang nachgeholt werden.

 

Downloads:

Dokumentation Ortsteilgespräch 26.03.2021_Büro SÖR

Ortsteilporträt Kiekebusch