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Update Vogelgrippe: Erster Fall im Landkreis

Im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es den ersten Vogelgrippefall der Saison. Wie das Landratsamt mitteilt, sei gestern vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut der Erreger H5N8 bei einem Wildvogel einer Saatgans nachgewiesen worden. Das Tier war zuvor im Lübbener Stadtteil Steinkirchen tot aufgefunden worden. 

Das hochansteckende und pathogene Geflügelpest-Virus hatte sich seit Oktober 2020 zunächst besonders im Norden Deutschlands verbreitet. Zunehmend melden nun auch südlichere Bundesländer Ausbrüche bei Wildvögeln und Nutzgeflügelbeständen. Ende Dezember wurde ein Ausbruch in einem Kleinstbestand im Landkreis Spree-Neisse bestätigt. Kurz zuvor waren durch alle Landkreise im Land Brandenburg Allgemeinverfügungen erlassen worden, die Aufstallungsanordnungen für Geflügel beinhalten. 

Das Risiko für eine weitere Ausbreitung besonders in Wasservogelpopulationen und für Einträge in Geflügelhaltungen und Vogelbeständen wird vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit als hoch und dynamisch eingestuft. Dahme-Spreewald gehört zu den geflügelreichsten Landkreisen in Brandenburg. Die Veterinärbehörde appelliert daher an alle Geflügelhalter, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu prüfen und zu intensivieren. Eine Aufstallung des Geflügels wird aufgrund der aktuellen Lage im gesamten Landkreis, auch außerhalb der Restriktionsgebiete, empfohlen. Die Restriktionsgebiete sind in der Allgemeinverfügung vom 11. Dezember 2020 des Landkreises Dahme-Spreewald zu finden.

Tote und kranke Wildvögel, insbesondere Wassergeflügel, sollten zur Feststellung der Seuchenausbreitung im Wildvogelbereich und zur Reduktion des Infektionsdrucks untersucht und anschließend entsorgt werden. Eine Gefahr für den Menschen besteht nicht.

Tierseuchenallgemeinverfügung des Landkreises_Amtsblatt 39_2020


 

14.12.2020

Aufgrund von Vogelgrippefällen im Land Brandenburg hat der Landkreis Dahme-Spreewald eine Allgemeinverfügung erlassen, die in ausgewiesenen Risikogebieten die Aufstallung von Geflügel anordnet. Das heißt, Geflügel muss in geschlossenen Ställen oder unter Schutzvorrichtungen gehalten werden. Dies betrifft insbesondere folgende Gebiete:

Im Nordwesten:

  • Gemeinde Bestensee mit OT Pätz
  • Gemeinde Groß Köris
  • Stadt Königs Wusterhausen mit den OT Diepensee, Niederlehme, Senzig, Zeesen und Zernsdorf
  • Gemeinde Mittenwalde mit den OT Gallun, Motzen und Schenkendorf

Im Nordosten:

  • Gemeinde Heidesee mit den OT Blossin, Kolberg, Streganz und Wolzig
  • Gemeinde Münchehofe

Im Südosten:

  • Gemeinde Lieberose mit den OT Blasdorf, Doberburg, Goschen, Lieberose und Trebitz
  • Gemeinde Jamlitz
  • Gemeinde Schwielochsee mit dem OT Speichrow

Im Südwesten:

  • Gemeinde Alt Zauche-Wußwerk
  • Stadt Lübben (Spreewald) mit dem OT Radensdorf
  • Gemeinde Neu Zauche mit dem OT Briesensee

Allen Geflügelhaltern, deren Haltung sich außerhalb dieser Risikogebiete befindet, wird ebenfalls empfohlen, ihr Geflügel in Ställen oder Schutzvorrichtungen zu halten. Zudem weist der Landkreis darauf hin, dass sämtliche Geflügelbestände von Geflügelhaltern beim Kreisveterinäramt zu melden sind.

Bürger*innen, die ein vermehrtes Wildvogelsterben in der Natur beobachten, werden gebeten, dies ebenfalls zu melden. 

Weitergehende Informationen zur Geflügelpest sind auf der Seite des Friedrich-Loeffler-Instituts unter folgendem Link nachzulesen:

https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/

 

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