Start / Aktuelles / Neuigkeiten-Details

Schulanbau in Schönefeld: Bezug nicht vor Herbst

Der Rohbau ist fast fertig. Wegen Lieferengpässen verzögert sich die Übergabe des Schul-Modulbaus für die Astrid-Lindgren-Grundschule jedoch. 

Der Erweiterungsbau auf dem Schulhof der Astrid-Lindgren-Grundschule an der Hans-Grade-Allee nimmt mehr und mehr Gestalt an. Allerdings: Die optimistische Prognose, die neuen Klassenräume bereits Ende August von den Baufirmen übernehmen und dann gestalten und beziehen zu können, wird sich nicht erfüllen. Wegen Corona-Erkrankungen unter den Bauleuten sind die Fassadenarbeiten ins Stocken geraten, auch gibt es massive Lieferschwierigkeiten bei Fliesen und Heizkörpern. Im Moment geht die Gemeindeverwaltung davon aus, den Schulerweiterungsbau frühestens nach den Herbstferien Mitte Oktober in Betrieb nehmen zu können.

Wie berichtet hatte die Schönefelder Gemeindevertretung im Herbst 2019 beschlossen, zwischen Turnhalle und Sportplatz einen Modulbau zu errichten, um kurzfristig mehr Kapazitäten zu schaffen. Aktuell sind die 18 vorhandenen Klassenräume voll ausgelastet. Probleme bereitet der wachsende Zuzug. In dem dreistöckigen Containerbau werden 10 zusätzliche Klassenräume, fünf Differenzial- als auch Aufenthalts- und Lagerräume geschaffen. Ebenso werden Garderoben und Toiletten integriert.

Neue Gestaltungsideen für Schulhof-Gelände

Daneben konkretisieren sich die Planungen für die Neugestaltung der Spiel- und Pausenflächen rund um die Gebäude. Erste Gestaltungsideen hatten sich durch die Entscheidung für den Modulbau zerschlagen und mussten entsprechend überarbeitet und angepasst werden. Im Bauausschuss Anfang Juni hatte Bernd Kusserow von der beauftragten Firma Kuula erste Ideen präsentiert. Danach soll insbesondere die zwischen Neubau und Sporthalle gelegene Sandspielfläche erneuert werden. Rund um die Arena, die erhalten bleibt, sollen neue Spielflächen entstehen. Der Sportplatz wird barrierefrei angebunden, die Fahrradstellplätze – so der Plan- von West nach Süd an die Hans-Grade-Allee verlegt. Der in die Jahre gekommene Sportplatz wird ertüchtigt, bleibt aber im wesentlichen erhalten. Der Rasen wird gegen einen Kunstrasen getauscht. Zudem sollen für das hinzukommende Personal im Seitenbereich der Schule bis zu 12 neue Parkplätze angelegt werden.

Die größte Herausforderung bleibt die optimale Nutzung der verfügbaren Flächen. Für die Nutzungszulassung der Außenanlagen muss gerechnet auf die Anzahl der vor Ort betreuten Kinder eine gewisse Spielfläche nachgewiesen werden. Pro Kita-Kind sind dies 10 Quadratmeter. Da die neugebaute Einrichtung jedoch nicht selbst über eine ausreichend große Außenfläche verfügt, müssen Kita- und Schulkinder Flächen der Grundschule gemeinsam nutzen. Der Flächenbedarf liege nach Angaben des Planungsbüros bei rund 5200 Quadratmetern. Die gegenwärtige Planung weise ein Plus von rund 500 Quadratmeter aus.

Aktuell sind einige der Spielflächen jedoch wegen der Bauarbeiten auf dem Schulgelände nicht nutzbar. Temporär dürfen die Kinder der Einrichtungen deshalb Teile des sich an das Schul- und Kita-Gelände angrenzenden Bayangol-Parks nutzen. Die Grundstücksfläche wurde entsprechend erweitert und eingezäunt.

Diskussion um Nutzung des Bayangol-Parks

Um dauerhaft mehr Fläche für die Hort- und Kita-Kinder zu schaffen, hatten Schule und Verwaltung überlegt, ob die derzeit vom Bayangol-Park abgezwackte Fläche auch nach Beendigung der Bauarbeiten auf dem Schulhof den Kindern zur Verfügung gestellt werden kann. Im Bauausschuss wurden vier verschiedene Varianten vorgestellt, die von der Freigabe eines kleinen Teilabschnitts des Parks bis hin zu gesamten Fläche entlang des Fußweges zwischen Hans-Grade- und Theodor-Fontane-Allee reichen. Die Mitglieder des Bauausschusses äußerten sich jedoch verhalten zu der Idee. „Wir sind dabei, in Schönefeld-Nord alles Schöne kleinzubügeln“, kritisierte etwa Sabine Freund (Bündnis 90/Die Grünen). Sie warb dafür, die Lehrerparkplätze zu überdenken und stattdessen dort weitere Spielflächen zu schaffen. Zudem sprach sie sich dafür aus, künftig mehrere kleine Kitas zu bauen und das Kita-Gebäude später der Schule zuzuschlagen. Ähnlich argumentierte Robert Rust (Alle für Eine). Um mehr Platz zu schaffen, rät er dazu, an anderer Stelle ein neues Schulgebäude zu bauen. Wolfgang Katzer (Die Linke) äußerte Verständnis für die Situation, bat aber ebenso darum, an der Parksituation nichts zu verändern. „Auch die Leute, die vor Ort wohnen, brauchen Räume, wo sie sich aufhalten können“, argumentierte er.

Die Verwaltung nahm die Anregungen und Hinweise auf und wird nun im Weiteren überlegen und prüfen, wie das Optimum an Fläche unter Berücksichtigung aller Wünsche herausgeholt werden kann. 

Die Schule hofft, die ihr derzeit zugeschlagene Fläche des Bayangolparks links neben dem Schulgebäude dauerhaft nutzen zu können. Fotos: sos                                                                                                           

Zurück