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Corona: Krankenhäuser im Kreis an Kapazitätsgrenze

Im Landkreis Dahme-Spreewald steigt die Zahl der stationär zu betreuenden Covid-19-Erkrankten. Aktuell (Stand: 10.12.2020) müssen nach Angaben des Landkreises 44 Personen mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden, acht davon intensivmedizinisch. Ein Betroffener muss beatmet werden. Wie die Krankenhäuser melden, werden die Kapazitäten knapp. Derzeit sind 52 von 55 Intensivbetten belegt. 

Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge äußerte im gestrigen Kreisausschuss seine Besorgnis angesichts der stark zunehmenden Corona-Fallzahlen und der zugespitzten Lage bei der Gesundheitsversorgung. Neben der Auslastung der Kliniken zeige auch der sprunghafte Anstieg der Verstorbenen, wie lebensbedrohlich die Lage ist. Gestern hatte sich die Zahl der Todesfälle um einen weiteren auf 19 erhöht. "Wir analysieren die Lage täglich, um abzuleiten, welche schärferen Maßnahmen noch einzuleiten sind, um das äußerst diffuse Infektionsgeschehen zeitnah und spürbar abzusenken", sagte er. Der Landrat sprach sich dabei für eine brandenburgweite Einleitung zusätzlicher Schutzmaßnahmen durch die Landesregierung aus, da Insellösungen einzelner Landkreise grundsätzlich Verdrängungseffekte zur Folge hätten. Die derzeit geltende SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg sieht schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung des Infektionsgeschehens vor, sobald eine 7-Tage-Inzidenz von 200 überschritten ist. Aktuell liegt diese im Kreis bei 146,4.

Der Corona-Krisenstab des Landkreises steht im fortlaufenden Austausch mit den Krankenhäusern, um gemeinsam Lösungwege für die sich verknappenden Intensivbettenkapazitäten und Pflegepersonalbedarfe abzustimmen. Auch für das enorm belastete Gesundheitsamt werde dringend amtsärztliche Unterstützung gesucht. 

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die in naher Zukunft anlaufenden Impfungen. Wie der Landrat weiter informiert, habe er dem Land Brandenburg eine Immobilie in Schönefeld als möglichen elften Standort für ein Corona-Impfzentrum vorgeschlagen. In Frage käme etwa das Terminal 5 des Flughafens Schönefeld-Alt, das wegen der sinkenden Passagierzahlen voraussichtlich im März kommenden Jahres für zunächst ein Jahr schließen soll. Die Entscheidung dazu obliegt dem Gesundheitsministerium, das nun zunächst prüfen will, ob der Standort den entsprechenden Anforderungen an ein Impfzentrum genügt, hieß es. 

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