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Bienenkrankheit ausgebrochen: Sperrbezirk in Schönefeld

Bei einem Imker in Schönefeld ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen. Um eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern, mussten die betroffenen Bienenvölker getötet werden. Eine andere Methode konnte nach Angaben des Veterinäramtes des Kreises aufgrund der Volksstärke nicht in Betracht gezogen werden. Um den Ausbruchsort wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet. Alle Bienenvölker, die sich innerhalb des Sperrbezirks befinden, werden nun durch amtliche Tierärzte beprobt.

Karte des Sperrbezirks

Die Sperre gilt für mindestens zwei Monate und kann frühestens Mitte Mai unter der Bedingung aufgehoben werden, dass sich keine weiteren Faulbruterreger bestätigen. Alle Imker sind aufgefordert, ihre Völker nicht in den oben genannten Sperrbereich zu bringen. Des Weiteren sind regelmäßige Brutkontrollen durchzuführen und klinische Auffälligkeiten an den Bienenvölkern umgehend an das Veterinäramt zu melden. Sofern dies der Fall ist, dürfen Imker an ihrem Bienenstand keine Veränderungen vornehmen. Das heißt Bienenvölker, Waben oder Wabenteile dürfen nicht entfernt oder Honig an die Bienen verfüttert werden. Die Veterinärbehörde appelliert weiter an alle Imker, nur Völker oder Ableger mit vorheriger Laboruntersuchung und einem amtlichen Gesundheitsattest zu kaufen oder zu verkaufen.

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die ausschließlich die Larven von Bienenvölkern befällt. Erwachsene Bienen erkranken nicht, verbreiten sie aber über ihr Haarkleid oder das Futter, wodurch es zum Massensterben von Bienenvölkern kommen kann. Ausgelöst wird die Krankheit durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae.

Für den Menschen ist die Amerikanische Faulbrut ungefährlich. Auch der Honig oder andere Bienenprodukte können bedenkenlos verzehrt werden.

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