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Aktuelle Informationen zur Impfung

 

Wer kann geimpft werden

 

Eine Impfung, ob Erst-, Zweit- oder Boosterimpfung steht grundsätzlich jedem offen, der sich impfen lassen möchte. Für Beschäftigte in Kliniken und Pflegeeinrichtungen ist sie ab dem 15. März 2022 Pflicht.

Die Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (STIKO) hat inzwischen eine allgemeine Impfempfehlung für alle Erwachsenen sowie Kinder- und Jugendliche im Alter ab 12 Jahren ausgesprochen. Voraussetzung ist eine vorherige ärztliche Aufklärung über Nutzen und Risiken der Impfung. Zudem sollen in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen diejenigen Kinder und Jugendlichen bevorzugt werden, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben oder in deren Umfeld sich Angehörige oder Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden.

Gleiches gilt für  Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 11 Jahren. Für die seit Ende November zugelassene Impfung gibt es keine allgemeine Empfehlung der Impfkommission. Die Kommission bezieht sich dabei auf das geringe Risiko bei Kindern ohne Vorerkrankungen schwer an Covid-19 zu erkranken. Zudem gäbe es insgesamt im Zusammenhang mit der Impfung noch zu wenige Daten.

Impfungen, die bei bestehender Immunität verabreicht werden, seien zwar grundsätzlich unschädlich und gut verträglich, dennoch sollten Kinder ohne Vorerkrankungen, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, nach Angaben der STIKO vorerst nicht geimpft werden.

Alle über 12-Jährigen, die eine Infektion überstanden haben, sollen indes zur Vervollständigung der Grundimmunisierung eine einmalige COVID-19-Impfdosis erhalten. Der Abstand zur Infektion soll mindestens drei Monate betragen.

Anfang  Januar haben die Brandenburger Ministerien für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz sowie Bildung, Jugend und Sport ein gemeinsames Informationsschreiben für Eltern und Erziehungsberechtigte zur Kinderimpfung veröffentlicht. Dieses steht hier zum Download bereit:

⇒ Informationsschreiben zur COVID-19-Impfung bei Kindern


 

Auffrischungsimpfung (Booster)

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 18 Jahren die COVID-19-Auffrischungsimpfung. Für die Durchführung empfiehlt die STIKO einen mRNA-Impfstoff, auch wenn die Grundimmunisierung mit einem anderen Impfstoff erfolgte. Bei Menschen im Alter bis 29 Jahren soll der Impfstoff Corminaty von BioNTech eingesetzt werden, da in dieser Altersgruppe das Risiko des Auftretens einer Myo-/Perkarditis (Herzbeutelentzündung) geringer ist als bei einer Impfung mit Spikevax von Moderna. Dieser mRNA-Impfstoff soll daher nur bei Personen verwendet werden, die älter als 30 Jahre sind.

Personen, die mit einer Impfstoffdosis des Vaccines Janssen von Johnson&Johnson grundimmunisiert worden sind, sollen zur Optimierung des Impfschutzes eine weitere Impfdosis mit einem der mRNA-Impfstoffe erhalten. Der Abstand zur Erstimpfung soll mindestens vier Wochen betragen.

Bei Menschen, die mit einem mRNA-Impfstoff grundimmunisiert wurden, kann die Auffrischimpfung bereits ab dem vollendeten dritten Monat nach Erhalt der letzten Impfdosis verabreicht werden.

Wegen des höheren Risikos für einen schweren Verlauf von COVID-19 sollen jedoch ältere oder vorerkrankte Personen bei den Auffrischimpfungen bevorzugt berücksichtigt werden.

 

Wie können Impftermine vereinbart werden

 

Terminbuchungen sind aktuell bei Betriebsärzten als auch niedergelassenen Privatärzten möglich und erfolgen direkt in der jeweiligen Praxis. Künftig sollen nach einem Bund-Länder-Beschluss auch andere Personengruppen impfen dürfen, darunter Apotheker und Zahnärzte.

In einigen Regionen gibt es darüber hinaus mobile Impfangebote. Aktuell bietet der Landkreis Dahme-Spreewald in Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe an verschiedenen Orten im Kreis spontane Impfungen an. Beachten Sie dazu die aktuellen Veröffentlichungen im Newsbereich.

Seit Anfang Dezember 2021 ist auch das Impfzentrum im Terminal 5 / Terminal M des Flughafens BER wieder geöffnet. Hier wird dienstags bis samstags in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geimpft. 

Als Impfstoff stehen Spikevax von Moderna sowie Corminaty von BioNTech/Pfizer zur Verfügung. 

Die überregionale Impfstelle im stillgelegten Flughafenterminal kann ohne vorherige Terminvereinbarung aufgesucht werden. Der Zugang erfolgt entsprechend der Reihenfolge der ankommenden Personen. Aktuell gibt es kaum längere Wartezeiten. Die Aufenthaltsdauer beträgt unter einer Stunde, inklusive Einfahrt in die Parkgarage, Vorgespräch und Nachsorge. Im Innenbereich wurde eine zusätzlicher Wartebereich geschaffen, in dem sich auch Begleitpersonen aufhalten dürfen. Zudem gibt es für Besucher*innen des Terminals ein Imbissangebot.

Hinweis für die Anreise mit dem Auto: Anreisende mit dem Auto nutzen den Parkplatz P56 direkt vor der Impfstelle (Terminal T5/M, ehemaliger Flughafen Schönefeld). Der Parkschein kann nach der Impfung am Check Out gegen einen Ausfahrschein getauscht werden.

 

Womit wird geimpft

 

Derzeit sind hierzulande hauptsächlich Impfstoffe von Biontech/Pfitzer und Moderna im Einsatz. Die ebenfalls zugelassenen Impfstoffe AstraZeneca sowie Johnson&Johnson werden insbesondere für die Auffrischungsimpfungen nicht mehr empfohlen.

Insbesondere zu Anfang des Jahres hatte  der Impfstoff  AstraZeneca für Auseinandersetzungen gesorgt. Auf Grund einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hatte die Bundesregierung die Impfung mit AstraZeneca am 16. März 2021 gestoppt, drei Tage später aber wieder aufgenommen. Zwischenzeitlich wurde vereinbart, das Vakzin nur noch an Menschen im Alter über 60 Jahren zu verabreichen. Auch diese Entscheidung wurde Anfang Mai wieder aufgehoben. 

Hintergrund der Entscheidungen waren aufgetretene Hirnthrombosen, bei denen ein Zusammenhang mit der Impfung vermutet wird. Expert*innen des PEI hatten bei der Analyse des Datenstands eine auffällige Häufung einer speziellen Form von sehr seltenen Hirnvenen-Thrombosen (Blutgerinnseln) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit AstraZeneca festgestellt. Nach Auswertung der Daten hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)  empfohlen, weiter mit AstraZeneca zu impfen, aber das Bewusstsein für mögliche Risiken zu schärfen. In der Folge wurden jedoch weitere Thrombose-Fälle bekannt. Betroffen waren insbesondere Frauen im Alter unter 60 Jahren. Blutgerinnsel sollen nunmehr als seltene Nebenwirkung des Impfstoffs gelistet werden. Spezielle Risikofaktoren gäbe es aber nicht.  Nach Einschätzung der EMA würde der Nutzen des Impfstoffs die Risiken übersteigen. Das Institut empfahl daher, ihn weiter uneingeschränkt zu nutzen. Die Ständige Impfkommission hatte indes geraten, den Impfstoff von AstraZeneca nicht mehr bei Menschen unter 60 Jahren einzusetzen.  Dies gilt auch weiterhin.

Aktuelle Informationen zu Impfnebenwirkungen können unter anderem in den Rote-Hand-Briefen nachgelesen werden, die das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) herausgibt:

Aktuelle Sicherheitsinformationen zu Impf-Nebenwirkungen

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Wie komme ich zum Ort der Impfung

 

Die Anreise zum Impftermin erfolgt individuell und sollte nach Möglichkeit durch Angehörige organisiert werden, sofern der Weg nicht allein bewältigt werden kann. 

In begrenztem Umfang kann für gesetzlich Versicherte durch den Vertragsarzt ein Krankentransport verordnet werden. Die betrifft Schwerbehinderte mit einem Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen "aG", "Bi" oder "H" als auch Pflegebedürftige der Pflegestufe 4 und 5 sowie des Pflegegrades 3, wenn eine dauerhafte Mobilitätsbeeinträchtigung vorliegt. 

Verordnete Fahrten mit einem Krankentransportwagen müssen vorab von der Krankenkasse genehmigt werden. Bei verordnete Fahrten zum Impfzentrum mit dem Taxi oder Mietwagen ist dies nicht notwendig.

Einen besonderen Service für Impfberechtigte bietet darüber hinaus der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Alle Fahrgäste, die mobilitätseingeschränkt sind, sich unsicher fühlen, oder einfach nicht allein mit Bus und Bahn unterwegs sein wollen, können den kostenlosen Begleitservice des VBB nutzen. Das Hilfsangebot bezieht sich dabei nicht allein auf den Weg zur Impfung, sondern auch auf die Impfung selbst. Termine können Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr unter der VBB-Service-Nummer (030) 34 64 99 40 vereinbart werden. Weitere Informationen unter www.vbb.de/begleitservice