Chronik des Ortsteils Selchow
1373 – Erste Erwähnung
Die Entstehungsgeschichte der kleinen Siedlungseinheit Selchow (anfangs Zelichow genannt, was „Besitzdorf des Zelich„ bedeutet) verliert sich im frühen Mittelalter. 1242 wird ein Henricus de Selchow genannt.
Zum ersten Mal wird Selchow in einer Urkunde (datiert auf den 29. August 1373) erwähnt, die Kaiser Karl der Vierte für die von Kummeltitz ausstellte. Darin wurden die Pacht- und Zinsabgaben aufgelistet. Der Besitz für das Dorf und Gut wurde mit entsprechendem Besitzerwechsel häufig aufgeteilt.
Verheerende Folgen hatten die Bauernkriege und der 30-jährige Krieg. In Selchow blieb Caspar Mittelstras als einziger Bauer übrig.
1700 bis zur Gegenwart
1740 erwarb Friedrich Wilhelm I das Dorf für 27.000 Taler und fügte es der Herrschaft Wusterhausen ein. Um 1805 wohnten im Dorfbezirk Selchow 171 Menschen mit Schmiede, Krug (ländliche Gaststätte) und Windmühle.
Bedingt durch die teilweise Auflösung der Domäne Königs Wusterhausen kam das Gut in Erbpacht zu Friedrich Schneider. Ab 1890 war die Familie Neuhaus im Besitz des Guts. Sie verkaufte es im Mai 1924 für die Entwicklung der Rieselfelder an den Magistrat von Berlin.
Das Gutshaus wurde in den 20er Jahren gebaut, Im Herbst 1943 und im Frühjahr 1944 wurde es durch Bomben beschädigt.


