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Wasserbehörde entwarnt: Aktuelles Algenwachstum bildet keine Gefahr

Wie die Untere Wasserbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald informiert, ist derzeit auf den Gewässern im Kreis ein verstärktes Algenwachstum zu verzeichnen. Betroffen sind insbesondere die Grabensysteme und Gewässer im Bereich von Flussauen. Die Behörde weist darauf hin, dass es sich in aller Regel nicht um Einleitungen von Abwasser oder Verbringen von anderen Stoffen, sondern um ein Zeichen des hohen Angebotes von Nährstoffen bei oft geringen Durchflüssen in den Gewässern handelt. Ein zu dieser Jahreszeit sehr häufig auftretendes Phänomen. Diese „Fladen und Teppiche“ seien optisch unschön, würden aber im Allgemeinen keine Gesundheitsgefährdung darstellen. Zeitweise könne sich die Gewässergüte verschlechtern. Im Normalfall setzen sich die Schwimmstoffe nach wenigen Wochen aber wieder ab und sinken zu Boden.

Das aktuelle Algenwachstum ist auch Folge der zum Teil recht trockenen letzten Jahre. Von 2018 bis 2020 ergab sich insgesamt ein Niederschlagsdefizit in unserer Region von rund 380 mm. Dadurch sei in den Gewässern der Abfluss deutlich vermindert, das Gewässer „dickt ein“. Das wiederum spiegelt sich im Algenwachstum wider. Es bildete sich sehr viel Schwimmschlamm, welcher sich bei Windstille unschön über das gesamte Gewässer verteilt. Das behindert den Lösungseintrag von Sauerstoff aus der Luft und erhöht gleichzeitig den Nährstoffgehalt in offenen Wasserkörpern.

Es sind langsam fließende, nährstoffreiche Gewässer, in denen sich Algen durch stärkeren Lichteinfall und steigende Wassertemperaturen deutlich vermehren. Während im Frühjahr Kieselalgen das Wasser gelblich-braun färben und braune Schaumblasen bilden, entwickeln sich im Sommer manchmal auch massenhaft Grünalgen und blaugrüne Algen.

 

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