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Update Ukraine-Hilfe: Landkreis will mit Spendenannahme noch warten

Der Landkreis Dahme-Spreewald bittet angesichts der derzeit sehr hohen Spendenbereitschaft – auch wenn gut gemeint-  vorerst keine Anfragen an den Kreis zu richten. Wie die Integrationsbeauftragte Antje Jahn mitteilt, wolle der Landkreis mit der Annahme noch warten, da derzeit nicht abgeschätzt werden könne, wie viele Flüchtlinge die Region tatsächlich erreichen. Auch wird davon abgeraten, Spenden direkt an die ukrainische Grenze zu bringen. „Durch das hohe Aufkommen an Fahrzeugen und großen Menschenmengen sind wichtige Zufahrtsstraßen, Versorgungswege und auch Rettungswege blockiert. Die ohnehin schon schwierige Situation an den Grenzen wird dadurch zusätzlich erschwert. Inzwischen wird in der polnischen ukrainischen Grenzregion auch der Kraftstoff an den Tankstellen knapp, es kommt zu langen Wartezeiten und die Versorgung mit Nachschub ist nicht gesichert“, so Jahn.

Da abzusehen ist, dass die ukrainischen Flüchtlinge für längere Zeit hierbleiben werden, könne jeder noch zu gegebener Zeit bedarfsgerecht helfen. Aktuell erarbeite der Kreis genaue Bedarfslisten. Benötigt würden Decken, Kissen, Bettdecken, Bettwäsche, Handtücher, Hygieneartikel für Frauen und Kinder, Arzneimittel, Batterien, aufgeladene Powerbanks, Desinfektionsmittel, Wundverband und Wundversorgung, Taschenlampen, Batterien, Konserven und Stromaggregate. Kleidung hingegen nicht. Zudem sollten derzeit Geldleistungen und medizinische Spenden im Vordergrund stehen.

Wie der Landkreis weiter mitteilt, sei auch der Bedarf an Wohnräumen zurzeit gedeckt. Auch hier bittet der Landkreis darum, vorerst keine weiteren Angebote mehr zu melden.

Indes bereiten auch die Brandenburgischen Feuerwehren Hilfseinsätze vor. So sollen in der Ukraine benötigte Feuerwehrgeräte, Ausrüstungen und Hilfsmittel für Feuerwehr- und Rettungseinsätze organisiert und in Kürze nach Polen transportiert werden.


 

03.03.2022

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft in der Region für die Opfer des russischen Angriffs auf die Ukraine ist derzeit groß. Aktuell gründen sich zahlreiche Privatinitiativen, die mit Sach- und Geldspenden helfen wollen. Das Brandenburger Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) schätzt die hohe Hilfsbereitschaft, rät allerdings von Eigeninitiativen ab. 

Privatpersonen, die helfen wollen, werden gebeten, sich mit erfahrenen Hilfsorganisationen in Verbindung zu setzen und abzustimmen. Es sei wichtig, dass die Sammlungen und Transporte koordiniert erfolgen. Auch von privaten Abholaktionen ist abzusehen. Die Geflüchteten müssen namentlich erfasst werden. Erste Anlaufstellle für Asylsuchende ist die Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt.

Zurzeit werden auch vielfach Kleidungen, Lebensmittel und andere Sachspenden zusammengetragen. Sachspenden haben aber den Nachteil, dass sie weniger flexibel eingesetzt werden können als beispielsweise Geldspenden und zudem Lager- und Transportkosten verursachen. Aus diesem Grund rät das MSGIV in der aktuellen Situation zu Geldspenden. 

Wer sichergehen will, dass sein Geld auch da ankommt, wo es benötigt wird und der mit der Spende verbundenen Absicht entspricht, sollte vorab genau prüfen, wie vertrauenswürdig der Spendeneinwerber ist. Im Zweifelsfall ist es günstiger, sich an eine zertifizierte Organisation zu wenden. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen hat eine Liste aller Organisationen erstellt, die über ein DZI-Spendensiegel verfügen. Eine Liste steht hier zum Download bereit:

 

Geldspenden

 

Zu den Organisationen, die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg Spendenkonten für Menschen in der Ukraine eingerichtet haben, gehören folgende:

UNICEF: www.unicef.de
Aktion Deutschland Hilft e.V.: www.aktion-deutschland-hilft.de 
Diakonie Katastrophenhilfe: www.diakonie-katastrophenhilfe.de
Deutsches Rotes Kreuzwww.drk.de
Malteser: www.malteser.de
 
 

Sachspenden

 

Aktuell sollten Geld- den Sachspenden vorgezogen werden. Wenn Sie dennoch Kleidung oder weitere Gegenstände für die Menschen in der Ukraine spenden wollen, informieren Sie sich bei den oben genannten Hilfsorganisationen.

Der Verschönerungsverein Blossin e.V. nimmt vom 4. bis 6. März 2022 im Dorfgemeinschaftshaus Blossin (Blossiner Hauptstraße 29, 15754 Heidesee) Sachspenden für Menschen an, die Schutz bei uns vor dem Krieg in der Ukraine suchen. Benötigt werden, neu bzw. in guter Qualität:

  • Kindersachen/-schuhe
  • Damenbekleidung
  • Socken (Kinder/Erwachsene)
  • Unterwäsche
  • Herrenbekleidung
  • Schlafsäcke, Decken, Handtücher
  • Hygieneartikel (Windeln, Frauenhygiene, Körper- und Haarwäsche, Handcreme, Zahnbürsten/-pasta etc.)
  • Spielsachen, Buntstifte, Malblöcke u.ä.
  • Lebensmittel in Dosen, Kindernahrung, Nüsse, Studentenfutter
  • Kartons, Koffer, Taschen zum Verpacken der Sachen

Die Sachen können zu folgenden Zeiten beim Verein abgegeben werden:

Freitag, 12.00 bis 18.00 Uhr
Samstag, 10.00 bis 16.00 Uhr
Sonntag, 10.00 bis 16.00 Uhr
 
Darüber hinaus werden Kleidungsspenden aktuell nicht benötigt. Wichtiger seien Decken, Kissen, Bettdecken, Bettwäsche, Handtücher, Hygieneartikel für Frauen und Kinder, Arzneimittel, Batterien, aufgeladene Powerbanks, Desinfektionsmittel, Wundverband und Wundversorgung, Taschenlampen, Batterien, Konserven, Stromaggregate.
 

Für Angebote zu unterschiedlichen Hilfeleistungen gibt es eine

„DRK-Hotline“,

die unter der Rufnummer (0)30 85404 111 zu erreichen ist.

 

Unterkünfte

 

Das Integrationsministerium des Landes Brandenburg hat eine e-Mail-Adresse für private Unterkunftsangebote eingerichtet. Angebote und Anfragen sind zu richten an:

unterkunftsangebote.ukraine@msgiv.brandenburg.de

Im Landkreis Dahme-Spreewald werden Angebote für Unterkünfte zentral bei der Beauftragten für Migration und Integration, Antje Jahn, gesammelt. Sie ist telefonisch unter (03546) 201997 und per Mail unter antje.jahn@dahme-spreewald.de zu erreichen.

Aktuell ist der Wohnungsbedarf jedoch gedeckt. Da derzeit noch nicht abgeschätzt werden kann, wieviel Wohnraum benötigt wird, bittet der Landkreis von weiteren Meldungen vorerst abzusehen.

 

Wo müssen sich Geflüchtete melden, wo können Sie Asyl beantragen?

 

Wenn Ukrainerinnen und Ukrainer bei Verwandten oder Freunden wohnen können und aktuell noch keine finanzielle Unterstützung benötigen, sollten sie sich innerhalb von 7 Tagen bei der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg zur Registrierung melden. Ukrainische Flüchtlinge, die keine Unterkunft haben, können sich direkt dorthin wenden und sich als asylsuchend registrieren lassen.

Zentrale Ausländerbehörde des Landes Brandenburg (ZABH) Poststraße 72, 15890 Eisenhüttenstadt
Telefon: 033644270
 

Die Europäische Union prüft derzeit, für ukrainische Staatsangehörigen ein erleichtertes Verfahren für den weiteren Aufenthalt einzuführen. Damit wäre ein Asylantrag nicht mehr erforderlich. Weitere Informationen hierzu werden in den nächsten Tagen erwartet. Das Recht dazu, einen Asylantrag zu stellen, besteht unabhängig davon grundsätzlich fort.

Ukrainische Staatsangehörige können sich legal bis zu 90 Tage ohne Visum in Deutschland aufhalten. Ukrainische Staatsangehörige, die visumfrei für einen Kurzaufenthalt nach Deutschland eingereist sind, können nach Ablauf der 90 Tage eine Aufenthaltserlaubnis für einen weiteren Aufenthalt von 90 Tagen einholen. Dazu wenden sie sich an die für ihren Aufenthaltsort zuständige Ausländerbehörde.

Landkreis Dahme-Spreewald
Ausländerbehörde
Schulweg 1b
15711 Königs Wusterhausen
Tel.: 03375 26-2105 / -2106
Fax: 03375 26-2108

 

 

Weiterführende Links

 

Häufig gestellte Fragen zur Unterbringung von ukrainischen Geflüchteten hat das Integrationsministerium auf seiner Webseite zusammengestellt:

Hilfe für ukrainische Geflüchtete - Unterbringung im Land Brandenburg

Fragen zur Einreise aus der Ukraine beantwortet das Bundesinnenministerium auf seiner Seite:

Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine

Eine Übersicht zu weiteren Hilfsangeboten im Land hat das Nachrichtenportal rbb24 zusammengestellt. Das Angebot wird stetig aktualisiert:

Übersicht Hilfsangebote im Land Brandenburg

 

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