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U7-Verlängerung: Kommunalpolitiker fordern mehr Druck

Empört haben die Schönefelder Kommunalpolitiker auf den von der Landesregierung vorgelegten Entwurf des Nahverkehrsplanes für die Jahre 2023 bis 2027 reagiert. Entgegen der Erwartungen findet sich in dem Papier bislang kein Wort über die in der Region gewünschte U-Bahn-Verlängerung der U7 vom Bahnhof Rudow durch Schönefeld zum Flughafen. Nach dem Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität diskutierte gestern Abend auch der Hauptausschuss der Gemeinde Schönefeld über den Entwurf. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, noch vehementer als bisher für die aus Sicht der Gemeinde so wichtige Infrastrukturmaßnahme einzutreten. Unverständnis äußerte vor allem der Waltersdorfer Ortsvorsteher und Vorsitzende des Entwicklungsausschusses Olaf Damm. Er könne nicht verstehen, dass die Landesregierung so ignorant sei und ein so großes Verkehrsprojekt wie den BER vor sich hindümpeln lasse, sagte er. Die Chance, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen, werde nicht genutzt. Die Landesregierung müsse gezwungen werden, endlich klar Position zu beziehen, erklärte Damm. Dem schloss sich auch Bürgermeister Christian Hentschel an. Zwingend sei jetzt eine Kosten-Nutzen-Analyse, um Notwendigkeit und Realisierungschancen des Projektes besser einschätzen zu können. Würden die dafür veranschlagten Kosten von rund 100.000 bis 150.000 Euro auf die Beteiligten aufgeteilt, bliebe für jeden ein überschaubarer Betrag, argumentierte er. Nach den Sommerferien wolle er daher die wichtigsten Entscheidungsträger ins Schönefelder Rathaus laden. Es sei notwendig, dass endlich alle Farbe bekennen.  

Zudem wird die Gemeindeverwaltung auf Basis der Zuarbeit aus den Fraktionen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens eine Stellungnahme zum Landesnahverkehrsplan abgeben und auch dort noch einmal auf das darin fehlende Infrastrukturprojekt hinweisen. Daneben wird aber auch ein Bedarf an weiteren Park & Ride-  als auch Bike & Ride-Plätzen in der Gemeinde gesehen. Auch das soll in der Stellungnahme thematisiert werden. Zu prüfen sei ferner der Einsatz von Rufbussen, die auch in Schönefeld eine Bereicherung des Angebotes darstellen würden und vor allem für die kleineren Orte eine sinnvolle Ergänzung seien, hieß es.

Alle Informationen zum Nahverkehrsplan und zur Beteiligung gibt es hier:

https://mil.brandenburg.de/mil/de/themen/mobilitaet-verkehr/bahnen-busse/schienenpersonennahverkehr/landesnahverkehrsplan/#

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