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Studie bestätigt: Schönefeld ist Zuzugshotspot

Dass Schönefeld wächst ist unübersehbar. Seit kurzem ist es nun auch offiziell belegt: Die Flughafengemeinde ist Brandenburgs Kommune mit dem derzeit größten Zuzug.  Das geht aus der Studie „Landlust neu vermessen“ hervor, die das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in Kooperation mit der Wüstenrot-Stiftung erstellt und Ende Juni veröffentlicht hat. In der Studie wurden insbesondere die Wanderungsbewegungen in den Städten und Gemeinden der Republik in den Jahren 2008 bis 2010 mit den Jahren 2018 bis 2020 verglichen.

Während früher die Menschen vorwiegend in die Großstädte zogen, hatten gerade viele ländliche Regionen Einwohnerverluste zu beklagen, vor allem im Osten. Seit einigen Jahren gibt es einen neuen Trend. Dörfer und Kleinstädte werden als Wohnorte immer beliebter und zwar nicht nur im Speckgürtel, sondern auch an der Peripherie. Inzwischen ziehen mehr Menschen aufs Land, als von dort weg, heißt es.

Die Lust aufs Land werde dabei durch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen begünstigt. Dazu zählten die Verteuerung des städtischen Wohnraums, die Digitalisierung und neue Arbeitswelten und nicht zuletzt die Corona-Pandemie.

Verbuchten Ende der 2000er Jahre Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohner*innen noch jährliche Wanderungsgewinne von durchschnittlich 3,2 pro Tausend Bewohner*innen, so sind es heute im Schnitt noch 2,5. Großstädte wie Berlin profitieren heute vor allem von Zuzügen aus dem Ausland.

Die Landgemeinden haben nach Angaben der Studie indes deutlich zugelegt. Mit 63 Prozent gewannen von ihnen knapp zwei Drittel an Einwohner*innen durch Umzüge hinzu. Durchschnittlich verbuchten sie jährliche Wanderungsgewinne von 4,2 je tausend Einwohner*innen.

Nicht alle Menschen hätten jedoch bei der Wahl des Wohnorts die gleichen Präferenzen. Junge Menschen treibe es weiterhin in die Großstädte, um dort etwas zu erleben, Familien zieht es indes zurück aufs Land und ältere Menschen würden besonders die kurzen Wege sowie das Angebot an sozialer und kultureller, aber auch gesundheitlicher Infrastruktur in kleineren Städten zu schätzen wissen. Zuwanderer entschieden sich wiederum häufiger für Orte, an denen Jobangebote locken und bereits Menschen gleicher Herkunft zu Hause sind.

(Quelle: „Landlust neu vermessen“. Wie sich das Wanderungsgeschehen in Deutschland gewandelt hat.
Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung)

 

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