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Aktuelle Bauentwicklung: Entwicklungsausschuss vor schwierigen Entscheidungen

In der Gartenstraße in Schönefeld wird ein neues Büro- und Geschäftshaus entstehen. Im gestrigen Entwicklungsausschuss gaben die Mitglieder den Weg dafür frei, nachdem das Projekt zuvor lange in den Gremien der Gemeinde diskutiert worden war. Nach einer ersten öffentlichen Beteiligung im Herbst vergangenen Jahres, hatte der Vorgang im März/April diesen Jahren noch einmal wiederholt werden müssen. Grund waren Anpassungen im Bebauungsplan, die der Landkreis Dahme-Spreewald gefordert hatte. Da der Bebauungsplan nur das in Rede stehende Grundstück umfasst, sollte der konkrete Projektplan im Bebauungsplan festgeschrieben werden. Die sich daraus ergebende erneute Beteiligung erbrachte keine weiteren Einwände, so dass der Entwicklungsausschuss die Abwägung als auch den Satzungsbeschluss mit Stimmenmehrheit zur Beschlussfassung in der Gemeindevertretung empfahl. Die Gemeindevertreter*innen werden Ende Juni tagen und dann die Baupläne voraussichtlich endgültig absegnen.

Ortsbesichtigung am Seegraben

Noch viel Klärungsbedarf gibt es indes bezüglich der geplanten Bebauung am nicht allzu weit entfernten Seegraben. Dort plant ein Investor unweit der Aral-Tankstelle ein weiteres Büro- und Geschäftshaus mit Tiefgarage. Der Bebauungsplan war bereits 2019 aufgestellt worden, jedoch hatte die sich anschließende öffentliche Beteiligung Einwände und kritische Hinweise hinsichtlich des Maßes der Bebauung, der Regenentwässerung, des Verkehrs als auch des Naturschutzes ergeben. Neben geforderten Gutachten zu den Themen wurde vor allem auch die angedachte Erschließung über den Seeweg problematisiert. Mangels Umsetzbarkeit des Vorhabens ruht das Verfahren derzeit.

Bereits im vergangenen Entwicklungsausschuss im April hatte sich das Gremium mit dem Bebauungsplan befasst und mögliche weitere Schritte erörtert. Neben einem erweiterten Umgriff, der auch die Option bietet, die sich im Plangebiet befindlichen gemeindeeigenen Flächen zu entwickeln, wird über die Festlegung der Fläche als Gemeinbedarfsfläche nachgedacht, um dort gegebenenfalls den Bau einer Sporthalle zu realisieren. Noch ist all das aber Zukunftsmusik. Um sich ein genaueres Bild von den Gegebenheiten zu machen, traf sich der Entwicklungsausschuss zu Beginn der gestrigen Sitzung vor Ort zu einem Rundgang. Die Erkenntnisse wird das Gremium in einer der nächsten Sitzungen debattieren. In die Diskussion wird auch ein Vorschlag des Schönefelder Ortsbeirats einfließen. Dieser hatte sich zuletzt ebenfalls intensiv mit der Thematik befasst und sich die in Rede stehenden Grundstücke gemeinsam angesehen.

Zu schmale Straßen im Lilienthalpark

Sorgen bereitet dem Entwicklungsausschuss derzeit auch der „Lilienthalpark“ im Gewerbegebiet Waltersdorf. Dort sollen aktuell zwei Bebauungspläne weiterentwickelt werden, die im vergangenen Jahr aufgestellt worden waren. Für den Bau eines Parkhauses liegt seit Oktober ein konkreter Bauantrag vor. Allerdings stellen sich im gesamten Plangebiet Probleme der Regenentwässerung als auch des Straßenzuschnitts. Die in den 1990er Jahren gebauten Straßen sind zu schmal, um den gewachsenen und noch erwarteten Verkehr aufnehmen zu können, zudem verfügen sie kaum oder nicht über einen ausreichend breiten Geh- und Radweg. Um den erforderlichen Straßenausbau in dem Gewerbepark zu realisieren, soll der Umgriff der Pläne entsprechend erweitert werden. Dem stimmten die Ausschussmitglieder mehrheitlich zu. Unklar blieb, wer die Planungs- und späteren Baukosten übernimmt. Die Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus zu prüfen, ob auch der Investor bzw. Flächeneigentümer in die Verantwortung genommen werden kann.

Da der Straßenausbau zudem auf die Baufelder und ins bestehende Baurecht eingreifen würde, müsse im weiteren Verfahren geklärt werden, inwieweit die Festsetzungen im Bebauungsplan für die verbleibenden Baufelder anzupassen sind, damit dem Flächeneigentümer durch den Eingriff kein Nachteil entsteht.

 

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