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Runway 3: Schnelle Lösung bevorzugt

Machbar, aber teuer und mit einigen Restrisiken behaftet: Das ist das Fazit des Planungsbüros PST, das im Auftrag der Verwaltung und des Ausschusses für Klima, Umwelt und Mobilität den Bau eines Tunnels für den BER-Radrundweg „Runway 3“ untersucht hatte. Wie berichtet fehlt dem Weg noch der entscheidende Lückenschluss, um ihn zu einem echten Rundweg werden zu lassen.

Vorangegangene Untersuchungen hatten sich vor allem mit einer Brücke befasst, die am nördlichen Ende des Schwarzen Weges westlich der Bundesautobahn A113 über die Bahntrasse führen und an das südliche Ende des Radwegs im Bereich „Berliner Chaussee“ anschließen sollte. Aufgrund der aktuell unklaren Realisierungschancen und des sehr langen Planungshorizonts von mindestens zehn Jahren wurden zuletzt Alternativen diskutiert und auch eine Tunnellösung ins Spiel gebracht, die der beauftragte Planer Torsten Schulz gestern im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität vorstellte. Allerdings, so zeigte die erste tiefergehende Untersuchung, ließe sich auch ein Tunnel nicht in minderer Geschwindigkeit realisieren. Problematisch sei etwa eine notwendige achttägige Totalsperrung der Bahntrasse für das rund 380 bis 390 Meter lange Bauwerk. Zudem müssten Masten, Bahnkabel und weitere Medien verlegt werden.

Um abschließend beurteilen zu können, ob und wie eine Bauausführung möglich wäre, seien weitere Untersuchungen nötig, so Torsten Schulz vom Planungsbüro. Die Kosten für den in Trogbauweise angedachten Tunnel bezifferte der Planer zunächst auf rund 6 Millionen Euro. Vorstellbar für die Ausschussmitglieder sei eine solche Tunnellösung in Verbindung mit dem Bau eines Radschnellweges bei entsprechender Förderung. Fraglich sei jedoch, ob sich der nördlich und südlich an den Tunnel anschließende Radweg dafür eignet.

Als Interimslösung sprach sich der Ausschuss für die Empfehlung des Planungsbüros aus, zunächst die vorhandenen Radverkehrsverbindungen zu ertüchtigen, die aktuell für die Rundfahrt genutzt würden, aber mit gewissen Sicherheitsrisiken behaftet seien. So könnte etwa die Fahrbahn des Schwarzen Weges unterhalb der Brücke von 6,50 Meter auf 4,10 Meter zugunsten eines Zwei-Richtungs-Radweges verringert werden. Auch auf anderen Teilabschnitten, wie etwa der südlichen Rampe parallel zur Autobahn bzw. in Richtung Gatelands seien Anpassungen denkbar. Hier könnte der Radweg etwa von 2,50 auf 3 Meter verbreitert werden, das Schutzgeländer umgebaut und jeweils die Böschung angepasst werden. Die Kosten für diese Maßnahmen würden sich nach Angaben des Planungsbüros auf rund 600.000 bis 800.000 Euro belaufen. Realisierbar seien sie relativ schnell in 1,5 bis 2 Jahren. Nach einhelligem Votum für dieses Vorgehen, beauftragte der Ausschuss die Verwaltung die nächsten Schritte zur Umsetzung dieser Vorschläge einzuleiten.

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