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Kümmern im Verbund: Projekt Pflege vor Ort kurz vor dem Start

Die Schwalben stehen schon bereit: Nach dem Vorbild des DEFA-Kultklassikers „Schwester Agnes“ könnten schon bald auch in Schönefeld und angrenzenden Kommunen gute Seelen durch die Dörfer streifen, die sich vor allem um die betagteren Mitmenschen in den Orten kümmern. Im Rahmen des Projektes „Pflege vor Ort“ will die Flughafengemeinde gemeinsam mit den Nachbarn aus Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen ein aktives Unterstützungs- und Beratungsnetzwerk für die ältere Bevölkerung etablieren. Ziel ist es, vor allem jene Menschen anzusprechen, die noch zu Hause wohnen. Dabei soll den Pflegedienstleistern keinesfalls die Arbeit weggenommen werden, betont Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel. Vielmehr gehe es darum, die Lücke zwischen denjenigen zu schließen, die keine Hilfe benötigen und jenen, die bereits auf eine intensivere Pflege angewiesen sind. Unter dem Motto „Kümmern im Verbund“ soll durch persönliche Beratung und Unterstützung vor Ort der Lebensabend in den eigenen vier Wänden ermöglicht und verlängert, als auch die Nachbarschaftshilfe angeregt und ausgebaut werden.

Die Projektkosten belaufen sich für das Jahr 2022 auf rund 250.000 Euro. Das Land Brandenburg steuert aus einem Fördertopf rund 116.000 Euro zu. Den Rest übernehmen die Kommunen. Der Eigenanteil richtet sich dabei nach der Anzahl der Einwohnenden der jeweiligen Gemeinde, die zur Gesamtanzahl der Einwohnenden ins Verhältnis gesetzt wird. Schönefeld hat demnach im Jahr 2022 rund 55.000 Euro zu tragen. Die entsprechenden Mittel sind im Haushalt bereit gestellt.

Zur Umsetzung des Projektes, für das die Gemeinde Eichwalde die Federführung übernommen hat, sollen zeitnah vier Pflegekoordinator*innen eingestellt werden. Die Ausschreibung ist bereits erfolgt.  Koordinationsbüros sollen in Kürze in Eichwalde und Schönefeld (Waltersdorf) entstehen.

Gestern Abend sprach der neu formierte Ausschuss für Bildung, Soziales, Kultur und Sport ein eindeutiges Votum für das Projekt aus. Er hatte sich mit dem öffentlich-rechtlichen Vertrag zu befassen, der die Grundlage für die Zusammenarbeit der vier Nachbarkommunen bildet. Neben der Gemeindevertretung, die am 23. März 2022, über das Projekt befindet, müssen auch in den anderen beteiligten Gemeinden noch entsprechende Beschlüsse gefasst werden, bevor die vier Koordinator*innen sich auf die bereits erworbenen Elektro-Schwalben schwingen können. Neben den Zweirädern sollen ihnen künftig aber auch Autos für ihre Arbeit zur Verfügung stehen.  

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