Start / Aktuelles / Neuigkeiten-Details

Update: Kreis richtet Fieberambulanzen ein

23.02.2020

Zur weiteren Entlastung bei der Bewältigung der ansteigenden Fallzahlen für die Testung von begründeten Corona–Verdachtsfällen ist im Landkreis eine weitere Schwerpunktpraxis eingerichtet worden. Ab dem heutigen Montag, 23. März 2020, bietet die niedergelassene Internistin Dr. Christine Wendt in ihrer Praxis in Lübben (Juden-gasse 13B) Fiebersprechstunden an. Ausschließlich Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene mit akuten Erkältungssymptomen (Fieber, Husten, Schnupfen etc.) werden dort von Montag bis Freitag, zwischen 13 und 15 Uhr medizinisch untersucht. Eine telefonische Voranmeldung ab täglich 8 Uhr ist zwingend unter der Rufnummer 03546/220155 erforderlich. Nach der Differenzialdiagnose können im begründeten Verdachtsfall direkt Abstriche auf das Coronavirus durchgeführt werden. In Absprache mit dem Gesundheitsamt  erfolgt die Betreuung der regulären Hausarztpatienten zur Verringerung des Infektionsrisikos zu einem anderen Zeitpunkt − jeweils montags bis freitags von 8 und 11 Uhr, der ursprünglich geplante Osterurlaub entfällt. 

 


20.03.2020

Im Landkreis Dahme-Spreewald sind nach intensiver Vorbereitung durch den Krisenstab an drei Standorten Fieberambulanzen zur stationären Abklärung von Corona-Verdachtsfällen eingerichtet worden.

Eine Fieberambulanz im Evangelischen Krankenhaus Luckau hat bereits gestern ihre Arbeit aufgenommen. Um die derzeit hohe Nachfrage zu bedienen, können sich Patienten dort schnell und unkompliziert auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen. Die Abstrichuntersuchungen finden zur festen Öffnungszeit von montags bis freitags, 8 bis 9 Uhr, auf dem Krankenhausgelände (Berliner Straße 24) statt. Diese stationäre Fiebersprechstunde mit einem Klinikmediziner wird lediglich ergänzend zur hausärztlichen Sprechstunde angeboten. Personen können dort nur im begrenzten Umfang beprobt werden, sofern diese in den vergangenen 14 Tagen ein vom RKI ausgewiesenes COVID-19-Risikogebiet besucht haben und eindeutige Symptome (Fieber, trockener Husten, Atemprobleme, Halskratzen etc.) aufweisen.

Eine vorherige Anmeldung zur Terminvergabe und telefonische Vordiagnose sind zwingend unter Tel. 03544/58-417 von Montag bis Freitag, 7.00 bis 15.30 Uhr, erforderlich. Nach Terminvergabe ist vor Ort nicht das Krankenhaus direkt zu betreten, sondern einer entsprechenden Ausschilderung zum Wartebereich zu folgen.

Ab dem heutigen Freitag werden auch in der Spreewaldklinik Lübben und im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen täglich von 10 bis 12 Uhr in separierten Räumen für Patienten mit eindeutigen Symptomen beziehungsweise nachgewiesener Rückkehr aus Quarantäne-/Risikogebieten Tests auf einen Befund durchgeführt. Die Reduktion auf diese besonderen Gruppen ist zwingend notwendig. Nur so können während der täglichen Öffnungszeiten die tatsächlich Gefährdeten erkannt werden. Eine normale Erkältung oder nur die Befürchtung, eventuell einen Kontakt gehabt zu haben, reichen nicht aus, um als gefährdet eingestuft zu sein. Weitere Informationen sind den Internetseiten der Kliniken www.klinikum-ds.de sowie www.ekh-luckau.de zu entnehmen.

Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald weist im Zusammenhang mit den Fiebersprechstunden darauf hin, dass grundsätzlich der niedergelassene Hausarzt für die Diagnostik und Behandlung einer COVID-19-Erkrankung zuständig ist. „Es ist medizinisch nur sinnvoll Personen auf das Coronavirus zu testen, die tatsächlich grippale Symptome aufweisen. Für symptomfreie Menschen sind die Testergebnisse im Regelfall immer negativ“, erklärt Amtsärztin Dr. Astrid Schumann.

Nach aktuellen Zahlen liegt die Zahl der mit dem neuartigen Corona-Virus-Infizierten im Landkreis Dahme-Spreewald derzeit bei 18. Positive Fälle wurden dabei aus Königs Wusterhausen (5), Lübben (3), Mittenwalde (3), Zeuthen (3), Eichwalde (1), Wildau (2) und im Amt Schenkenländchen (1) gemeldet. Alle Erkrankten befinden sich in häuslicher Isolation und im stabilen Zustand − niemand muss bisher stationär behandelt werden. Aktuell sind 58 Quarantänen verhängt worden, 115 Verdachtsfälle werden abgearbeitet.

 

Zurück