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Katastrophenschutz: Schönefeld bereitet sich auf Ernstfall vor

Die gegenwärtige Energiekrise sorgt derzeit vielerorts für Unruhe. Vor allem treibt die Menschen eine Frage um: Droht uns in diesem Winter ein allumfassender Blackout? Die Antwort, die die zuständigen Behörden dazu geben, lautet klipp und klar: Nein. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe schätzt ein solches Worst-Case-Szenario eines flächendeckenden Stromausfalls als „äußerst gering“ ein. Darüber informierte der Leiter des Dezernats Bürgerdienste/Ordnung und Sicherheit, Hilmar Ziegler, die Mitglieder des Hauptausschusses in ihrer gestrigen Sitzung. Auch die Wahrscheinlichkeit einer begrenzten Abschaltung sei gering, die Versorgungslage bei Strom, Gas und Wasser im Land gesichert und stabil.

Nichtsdestotrotz bereiten sich Versorgungsträger und Kommunen auf einen solchen Notfall vor. Krisenstäbe werden gegründet, Notfallpläne entwickelt. So auch in der Gemeinde Schönefeld. Vor wenigen Tagen hat in der Kommune ein Krisen- und Katastrophenstab unter Leitung des Bürgermeisters seine Arbeit aufgenommen, um Vorbereitungen für mögliche Notfälle zu treffen und diese im Fall des Eintritts zu koordinieren. Grundsätzlich liegt die Aufgabe des Brand- und Katastrophenschutzes beim Landkreis Dahme-Spreewald, der jedoch personell nicht in der Lage ist, allerorten präsent zu sein, so der Dezernatsleiter. Die Gemeinde leistet daher Unterstützung im Rahmen der Amtshilfe.

Erste Aufgabe des installierten Führungsstabes wird es sein, konkrete Handlungsbedarfe zu bestimmen und darauf ausgerichtete Notfallpläne zu erstellen. Auch so genannte „Leuchttürme“ werden ausfindig gemacht und etabliert. Das sind exponierte Stellen im Gemeindegebiet, in denen im Bedarfsfall in Not geratene Menschen untergebracht und versorgt werden könnten. In der Gemeinde Schönefeld werden die Turnhalle der Astrid-Lindgren-Grundschule als auch die Mehrzweckhalle in Großziethen als mögliche Standorte geprüft, ein weiterer soll im Süden der Gemeinde gefunden werden. Zudem werden Kommunikationsstrategien entwickelt, um den Informationsfluss zwischen der Gemeinde und dem Landkreis, dem Führungsstab, aber auch der Bevölkerung zu gewährleisten. Die zu entwickelnde Infrastruktur soll aber nicht nur auf den Fall eines Blackouts ausgerichtet sein, sondern auch in allen anderen denkbaren Krisen- und Katastrophenfällen greifen.

Das Brandenburger Innenministerium hat eine Broschüre zum Thema „Blackout“ herausgegeben, die auf der Internetseite des Ministeriums zum Download zur Verfügung steht (Broschüre Blackout). Auch der Landkreis Dahme-Spreewald bereitet derzeit einen entsprechenden Informationsflyer vor. Auf Wunsch des Hauptausschusses wird der Krisenstab der Gemeinde zudem regelmäßig in dem Gremium über den Arbeitsstand und die aktuelle Lage informieren.

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