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Hans-Grade-Allee: Kreuzung und Ampel feierlich eingeweiht

Am Knotenpunkt Hans-Grade-Allee / Ecke Rudower Chaussee hat Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel am heutigen Dienstag im Beisein der Baubeteiligten eine neu installierte Ampel und frisch angelegte Linksabbiegespuren feierlich eingeweiht. Es klingt unspektakulär, ist aber ein wesentlicher Baustein für die Entwicklung des Schönefelder Nordens. Mit der Baumaßnahme wurde nicht nur ein Unfallschwerpunkt entschärft, sondern auch die Anbindung der neuen Wohngebiete verbessert.


„Diese Kreuzung gibt einen Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Jahren im Gemeindegebiet Schönefeld Nord erwarten lässt. Eine rasante Entwicklung. Einen starken und schnellen Bevölkerungszuwachs“, sagte Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel. Allerdings werden Wachstum und Entwicklung nicht ungebremst den Kräften des freien Marktes überlassen. „Sondern geregelt. Wie bei dieser Ampelanlage“, betonte er.


Rund 520.000 Euro hat die Gemeinde in den Umbau des Knotenpunktes investiert, der von der Firma PST GmbH aus Werder (Havel) geplant und von der Strabag AG, Direktion Nord-Ost, Bereich Brandenburg-West umgesetzt worden war. Gemeinsam mit Vertretern beider Firmen durchschnitt Bürgermeister Christian Hentschel feierlich ein über die Straße gespanntes Band und gab damit die umgebaute Kreuzung offiziell für den Verkehr frei.


Die Autos rollen aber schon seit einigen Tagen über die frischen Markierungen auf der umgestalteten Straße. Nach rund sechsmonatiger Bauzeit hatten die Baufirmen die halbseitige Sperrung bereits Ende April aufheben können. Ein bisschen länger hat es mit der Installation der zugehörigen Ampel gedauert. Diese war wegen Corona bedingter Lieferschwierigkeiten nicht zum geplanten Termin eingetroffen. Langanhaltender Bodenfrost hatte den Einbau zudem verzögert. Die Bauabnahme konnte daher erst am gestrigen Montag erfolgen. Im Zuge der Einweihung der Kreuzung schalteten die Verantwortlichen nunmehr auch die Ampel frei.


Die Hans-Grade-Allee selbst war vor fast genau zehn Jahren gebaut und am 31. Mai 2011 feierlich eröffnet worden. Die 1,2 Kilometer lange Verbindungsstraße kostete rund 3,5 Millionen Euro. Rund 730.000 Euro wurden aus Fördertöpfen beigetragen. Namensgeber der Straße ist übrigens der 1945 verstorbene Maschinenbauer und Flugpionier Hans Grade.


Mit der einsetzenden Dynamik im Zuge der Flughafeneröffnung hat sich auch das Umfeld der Hans-Grade-Allee noch einmal drastisch verändert. Neue Wohnbauten entstanden, wie etwa im Dichterviertel oder die Rathausvillen hinter der Gemeindeverwaltung. Hinzu kam, dass die Regionale Verkehrsgesellschaft (RVS) mit Beginn des Flugverkehrs am neu gebauten Flughafen ihr Busangebot erweiterte. Dies erforderte eine zusätzliche Haltestelle in
der Rudower Chaussee. Die an dieser Stelle die Hans-Grade-Allee kreuzenden Busse stellten für die Verkehrsteilnehmer, und hier insbesondere die Schüler*innen der benachbarten Astrid-Lindgren-Grundschule, ein Sicherheitsrisiko dar.


Der Umbau der Kreuzung erfolgte aber auch zukunftsgerichtet. Durch die weitere Entwicklung der Wohnbaugebiete im Umfeld wird sich das Verkehrsaufkommen im Schönefelder Norden noch deutlich erhöhen. Derzeit bereitet die Gemeinde einen Ideenwettbewerb für die Entwicklung einer Fläche vor, die unmittelbar an die Kreuzung und umliegende Wohnbebauung anschließt. Auf dem rund 170 Hektar großen Areal, das sich vom Schönfelder Bahnhof über die Hans-Grade-Allee bis zur Berliner Stadtgrenze erstreckt, könnte ein neues Wohnquartier für bis zu 11.500 neue Bewohner*innen entstehen.

 

Mit dem symbolischen Banddurchschnitt gaben Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel (2.v.l.) sowie Ortsvorsteher Lutz Kühn als auch Tino Saeger und Torsten Schulz als Vertreter der baubeteiligten Firmen, PST GmbH und Strabag AG, die neue Kreuzung für den Verkehr offiziell frei (v.l.n.r).  Foto: sos

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