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Update: Großbrand in Lieberoser Heide: Helfer wieder im Dauereinsatz

Die extreme Hitze und Trockenheit der letzten Tage haben der Waldbrandfläche in der Lieberose Heide zugesetzt und erneut zu einer bedrohlichen Situation geführt. Die Feuer sind teilweise kurzzeitig wieder aufgeflammt, sagt Kreisbrandmeister Christian Liebe. Eine Entspannung sei durch die Wetterlage nicht in Sicht.

Die betroffene Fläche von rund 90 Hektar ist weiterhin sehr heiß. Die Glutnester weisen Temperaturen mit ca. 400 Grad Celsius auf. Seit dem Ende der Großschadenslage am 9. Juli 2022 sind zur Unterstützung und Absicherung der Brandbereiche die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Wehren aus dem Landkreis Dahme-Spreewald und dem Nachbarlandkreis Spree-Neiße im Dauereinsatz und unterstützen weiterhin überörtlich das Amt Oberspreewald/Lieberose in der aktuellen Situation.

Derzeit sind 20 Einsatzkräfte und 4 Fahrzeuge im Einsatz. Einschließlich des kommenden Wochenendes werden Wehrleute rund um die Uhr vor Ort sein. Die Einsatzplanungen sind bereits erfolgt. Zusätzlich sind in den letzten Tagen Wehren gerufen worden, um akute Feuerstellen zu bekämpfen.

Landrat Stephan Loge beobachtet die Lage aufmerksam. Nachdrücklich bedankte er sich bei den Einsatzkräften für die tatkräftige Unterstützung bei der Brandbekämpfung. "Mein Dank geht auch an die Familien und die Arbeitgeber der Ehrenamtler, die diese Unterstützung erst möglich machen", sagte er.

(Quelle: Pressemitteilung Landkreis Dahme-Spreewald)

 


 

08.07.2022

Die Lage beim Waldbrand in der Lieberoser Heide hat sich am fünften Einsatztag stark verbessert. Das teilt der Landkreis Dahme-Spreewald in einer heutigen Presseerklärung mit. Zwar ist die Fläche des Brandes nach den neuesten Messflügen wieder bei 90 Hektar. Aber es gäbe keine Flammen mehr. Im Moor seien aber weiter kleine Glutnester aktiv.

Am gestrigen Abend hätte noch eine Brandschneise mit Hilfe eines Harvesters verbreitert werden können. „Die Maßnahmen haben uns in der Brandbekämpfung gestern Abend ein gutes Stück voran gebracht“, sagt Kreisbrandmeister Christian Liebe. Auch der Regen ab 21 Uhr habe eine deutliche Entlastung gebracht.

Heute erfolgt die Brandlöschung vom Boden aus mit Kreisregnern, Tanklöschfahrzeugen (TLF) und Löschfahrzeugen (LF). Während der Löscharbeiten der vergangenen Tage hat die Feuerwehr 3.000 bis 4.000 Liter Wasser pro Minute in das Schadensgebiet gepumpt – so viel wie noch bei keinem Waldbrand vorher. Außerdem werden weitere Schritte zur Beendigung des Einsatzes vorbereitet.

Der Landkreis hatte zudem aus den letzten Bränden Lehren gezogen. Nach dem letzten großen Brand in der Lieberoser Heide 2019 wurden Hochleistungspumpen (HFS) angeschafft. Mit dem Brunnenbau (7 Stück) ist die Situation grundsätzlich für die Lage der Lieberoser Heide besser geworden, vor allen Dingen in der Löschwasservorhaltung.

Landrat Stephan Loge hat sich in der Lagebesprechung und auch im Waldbrandgebiet einen Überblick verschafft und sprach den vielen ehrenamtlichen  Helfer*innen seinen Dank aus: „Seit Montag sind hier so viele Menschen aus ganz Brandenburg im Einsatz und unterstützen den Landkreis Dahme-Spreewald bei der Brandbekämpfung. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Mein Dank geht auch an die Familien und die Arbeitgeber der Ehrenamtler, die diese Unterstützung erst möglich machen", erklärte er.

(Quelle: Pressestelle Landkreis Dahme-Spreewald)


 

07.07.2022

Der Regen hat den Feuerwehrleuten in der Lieberoser Heide in die Hände gespielt. Nach Angaben des Kreisbrandmeisters hätten die Brandintensität und Flammenentwicklung stark nachgelassen. Die betroffene Fläche, die zwischenzeitlich auf 86 Hektar angewachsen war, halte sich mittlerweile stabil. „Wir haben kaum noch offene Flammen“, erklärte Christan Liebe. In der Nacht hätten 170 Einsatzkräfte weiter gelöscht. Hubschrauber und Drohnen haben zusätzlich das Brandgeschehen beobachtet. Das Technische Hilfswerk arbeitete durchgängig daran, die Waldwege befahrbar zu halten.

Die Löscharbeiten gehen heute verstärkt weiter. Zusätzlich zu den zwei Löschhubschraubern der Bundespolizei kommen im Laufe des Vormittags zwei Löschhubschrauber der Bundeswehr dazu. Weiterhin sind neben den Tanklöschfahrzeugen auch Kreisregner im Einsatz, die die Randbereiche verstärkt bewässern.

„Wir wollen heute möglichst viel Wasser in die Fläche bringen. Die Wetterbedingungen bieten dafür beste Bedingungen: Regen und kühle Temperaturen. Das Ziel ist, den Brand heute zu löschen“, sagt Christian Liebe.

(Quelle: Pressemitteilung Landkreis Dahme-Spreewald)


 

06.07.2022

Das Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in der  Lieberoser Heide hat sich im Laufe des Tages weiter ausgeweitet und wütet jetzt auf einer Fläche von etwa 66 Hektar.  Die Stiftung Naturlandschaft Brandenburg teilte in der aktuellen Lage mit, dass das 30 Hektar große Moorgebiet “Große Zehme“ im Schutzgebiet „Lieberoser Endmoräne“ zu 70 Prozent verbrannt ist. Dr. Andreas Meißner Mitglied der Geschäftsführung der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg: „Das Moor nimmt mit dem Brand erheblich Schaden. Die obere Vegetationsschicht wird zerstört. Der größere Schaden entsteht, wenn das Moor in die Tiefe brennt, dann ist der Schaden gigantisch und ein Schatz in der Lieberoser Heide ist zerstört. Durch einen Tiefbrand werden Jahrhunderte bis Jahrtausende Moorwachstum zerstört.“

Derzeit breitet sich das Feuer in nord-östliche Richtung aus. Wind und der fehlende Regen erschweren den Einsatz. Die Einsatzkräfte versuchen mit allen Möglichkeiten das Feuer einzudämmen. „Es wurde um die Brandfläche ein ca. 16 Kilometer Ring aufgebaut“, informiert Kreisbrandmeister Christian Liebe. Dieser Rand wird befeuchtet mit Hubschraubern (zwei) aus der Luft, 13 Tanklöschfahrzeugen und 67 Kreisregnern. Ziel ist es, ein Übertreten auf andere Waldgebiete zu verhindern. Circa 20 Kilometer Feuerwehrschläuche wurden bisher verlegt. Zwei Hochdruckpumpen (HFS) pumpen 9.000 Liter pro Minute aus dem nahegelegenen See.

Das Problem ist die munitionsbelastete Fläche, die jegliches Handeln erschwert. Der Brand kann nur von freigegebenen Wegen aus gelöscht werden.

Bis gestern waren 280 Einsatzkräfte im Einsatz, die derzeit vor Ort ausgetauscht werden. Sie kommen aus den Landkreisen Dahme-Spreewald, Spree-Neiße, Oder-Spree, Märkisch-Oderland, Oberspreewald-Lausitz sowie aus Cottbus und Potsdam. Hinzu kommt das Technische Hilfswerk, die den Wegebau absichert. Circa 800 Tonnen Schotter werden derzeit für den Wegebau verbaut. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft stellt Boote zur Verfügung. Die Landes- und Bundespolizei löschen mit Hubschraubern aus der Luft. Der Hubschrauber der Landespolizei unterstützt mit dem „Adebar“ und liefert wichtiges Bild- und Videomaterial.

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg, die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg und die Amtsverwaltung Lieberose/Oberspreewald unterstützen mit hervorragenden Ortskenntnissen. Das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe Regionalverband Südbrandenburg sichern die Versorgung ab. Die Telekom installierte ein Funkmast an der Einsatzstelle. Auch zivile Kräfte sind im Einsatz.

„Dieses Zusammenspiel von allen beteiligten Kräften ist in der jetzigen Phase eine wichtiger Bestandteil. Das aufgebaute Netzwerk vor Ort ist elementar für den Einsatz. Ich danke allen Einsatzkräften“, sagt der Kreisbrandmeister. Alle Einsatzkräfte hoffen auf den vorhergesagten Regen.

(Quelle: Pressestelle Landkreis Dahme-Spreewald)


 

05.07.2022 - 07:50 Uhr

Ein drehender Wind, die anhaltende Trockenheit und schwere Zugänglichkeit des munitionsbelasteten Brandgebietes in der Lieberoser Heide haben dazu geführt, dass sich das Feuer trotz zwischenzeitlicher Kontrolle durch die Feuerwehr immer weiter ausbreitet. Inzwischen ist die betroffene Fläche 50 Hektar groß. Nach Angaben des Landkreises Dahme-Spreewald waren gestern Feuerwehren mit 280 Einsatzkräften und 68 Fahrzeuge vor Ort. Weitere Einsatzkräfte wurden am Abend angefordert. Bis in die Abendstunden waren zudem zwei Hubschrauber im Einsatz, die im 3-Minuten-Takt das Gebiet überflogen und beim Löschen der Flammen halfen. Der Einsatz wurde durch einen weiteren Hubschrauber der Landespolizei mit Kameraaufnahmen unterstützt. 

Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge machte sich gestern ein Bild von der Lage, die sich immer weiter zuspitze.  "Wir sind froh, dass wir Unterstützung aus den Landkreisen Märkisch-Oderland, Spree-Neiße, Oder-Spree, Elbe-Elster, Barnim und der Stadt Cottbus haben. Bewohner in anliegenden Gemeinden sind nicht betroffen. Evakuierungen sind nicht erforderlich. Wir versuchen mit allen Kräften das Feuer zu löschen", sagte er.


 

05.07.2022

Der Großbrand in der Lieberoser Heide (Landkreis Dahme-Spreewald) ist mittlerweile unter Kontrolle. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. Die Feuerwehrleute seien aber weiterhin im Einsatz, um die Flammen zu löschen.

Das Feuer war am Montagvormittag auf einem Truppenübungsplatz ausgebrochen. Die Löscharbeiten auf dem munitionsbelasteten Gelände gestalteten sich dementsprechend schwierig. Zudem führte Wind dazu, dass sich der Brand von ursprünglich acht Hektar in der Nacht zu Dienstag auf 13 Hektar ausbreitete. In Absprache mit Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge, rief die Einsatzleitung daher gestern eine Großschadenslage aus.

Nach Angaben des Landkreises Dahme-Spreewald waren zwischenzeitlich 26 Feuerwehren und über 100 Feuerwehrleute aus dem Landkreis im Einsatz, darunter auch die Freiwillige Feuerwehr aus Waßmannsdorf/Selchow. Zudem wurde der Einsatz durch das Rote Kreuz und die Johanniter Unfallhilfe Südbrandenburg unterstützt. Auch Hubschrauber überflogen das Gebiet, um das Feuer aus der Luft zu löschen.

 

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