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Gesteuerte Gewerbeentwicklung: Schönefeld soll eigenes Profil bekommen

Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept INSEK und dem Städtebaulichen Wettbewerb für den Schönefelder Norden gibt die Gemeinde Schönefeld der künftigen Entwicklung im Bereich des Wohnbaus und der sozialen Infrastruktur eine Richtung. Steuerungsbedarf sieht Bürgermeister Christian Hentschel aber auch bei den Gewerbeansiedlungen. Im gestrigen Finanzausschuss stellte der Verwaltungschef eine Beschlussvorlage vor, die darauf zielt, eine Vorstellung von den eigenen Ansiedlungswünschen oder besser gesagt, einer Vision für Schönefeld als Gewerbestandort zu entwickeln.

Insbesondere nach der Eröffnung des Flughafens BER sei der Motor der Entwicklung angesprungen, die nun rasant voranschreite, erläuterte der Bürgermeister. Aufhalten könne die Gemeinde sie nicht, aber lenken, betonte er. So soll sich Schönefeld darüber klar werden, welche Entwicklungsschwerpunkte die Gemeinde künftig setzen will, welche Branchen und Zweige sich verstärkt ansiedeln sollten, mit denen sich Schönfeld identifizieren kann. Nachhaltig und zukunftsorientiert. Nach dem Motto „Schönefeld kann mehr als Flughafen“ will der Bürgermeister der Gemeinde ein eigenes Profil geben, ob nun als Innovationsstandort im Bereich der neuesten Antriebstechnik, Biotechnologie oder als Messe- und Kongresszentrum.

Dabei helfen soll die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Dahme-Spreewald. Gemeinsam mit den Kommunen Wildau und Königs Wusterhausen soll eine Kooperationsvereinbarung mit der Gesellschaft geschlossen werden, um in einem ersten Schritt die Weiterentwicklung des länderübergreifenden Neocity-Ansatzes für den Regionalen Wachstumskern „Schönefelder Kreuz“ zu entwickeln und im so genannten Neokiez Entwicklungsschwerpunkte der Kommunen als auch Vernetzungspotenziale zu untersuchen.

Die so genannten Neocity geht zurück auf eine privatwirtschaftliche Initiative zur länder- und kommunenübergreifenden Gestaltung der Boom-Region im weiteren Flughafenumfeld. Die Initiatoren verorten den Entwicklungskorridor der nächsten Jahre dabei zwischen Ostkreuz, der Flughafenregion und dem neuen Tesla-Standort Grünheide. Dass im Rahmen der Beauftragung durch verschiedene Berliner Unternehmen und Einrichtungen entstandene Weißbuch Neocity beschäftigt sich mit der Schaffung einer überregionalen Marke und der Steuerung einer qualitativ hochwertigen Entwicklung und Ansiedlung.

Bedingt durch die Berliner Auftraggeber des Weißbuchs sei die Brandenburger Region rund um das Schönefelder Kreuz darin bislang jedoch eher oberflächlich betrachtet worden. Aus diesem Grund wollen die Kommunen nun noch einmal selbst Geld in die Hand nehmen und ergänzende Untersuchungen anstellen. Entsprechend der zu fassenden Kooperationsvereinbarung hätte die Gemeinde Schönefeld ein Viertel der Gesamtkosten in Höhe von rund 106.000 Euro zu tragen. Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel möchte hier gern noch einen Schritt weitergehen und neben der Untersuchung der Potenziale für den Bereich des Regionalen Wachstumskerns gezielte Erkenntnisse für die Gemeinde Schönefeld gewinnen. Aus diesem Grund plant er, zugleich eine vertiefende Betrachtung explizit für Schönefeld mit zu beauftragen. Die Kosten hierfür werden mit etwa 37.500 Euro veranschlagt.

Der Finanzausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung dem Vorgehen mehrheitlich zugestimmt, am Donnerstag wird der Entwicklungsausschuss über die Vorlage beraten, bevor sie Mitte Mai zur finalen Beschlussfassung in die Gemeindevertretung eingebracht werden kann.

 

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