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Gegen Personalmangel in Kitas: Erste ukrainische Geflüchtete eingestellt

Die Gemeinde Schönefeld hat eine erste ukrainische Geflüchtete als pädagogische Hilfskraft eingestellt. Die Frau, die alle Voraussetzungen erfüllt und eine Genehmigung durch das Brandenburgische Bildungsministerium für die Arbeitsaufnahme erhielt, wurde zunächst in der Kita „Bienenschwarm“ eingesetzt. Das berichtete der Dezernatsleiter Bildung und Familie, Steffen Käthner, gestern dem Ausschuss für Bildung, Soziales, Kultur und Sport. Gerade die Kita „Bienenschwarm“ hatte zuletzt Corona bedingt unter akuten Personalengpässen zu leiden und musste die Kita-Öffnung auf einen Notbetrieb herunterfahren. Der Dezernatsleiter hofft nun, dass der ersten Einstellung noch weitere folgen können.

Insgesamt gäbe es mehr als zwei Dutzend Anfragen von ukrainische Frauen, die sich derzeit im Schönefelder Raum aufhielten und teils sogar über eine pädagogische Ausbildung verfügten. Die Hürden einer Einstellung sind allerdings groß, erläuterte der Dezernatsleiter. Bevor die Gemeinde, die aktuell in ihren Einrichtungen einen zusätzlichen Personalbedarf von rund 40 Kräften hat, die Frauen beschäftigen kann, müssen die Fälle umfassend geprüft werden. Neben der erforderlichen Zuweisung durch den Landkreis benötigen die Geflüchteten eine aktuelle Meldeadresse als auch einen Aufenthaltstitel bzw. eine Arbeitserlaubnis. Dann folge eine Gesundheitsprüfung, inklusive Überprüfung des Impfschutzes. Zugute kamen der jetzt bei der Gemeinde beschäftigten Frau ihre Deutschkenntnisse. Es sei auch im Hinblick auf weitere Einstellungen wichtig, dass jemand als Sprachvermittler zwischen Kindern, Eltern und Beschäftigten agieren kann, sagte Käthner. Die Einstellung erfolgte zunächst befristet bis zum Jahresende.

Grundausstattung für Spielplätze gefordert

Im Weiteren beschäftigte sich der Ausschuss mit einer vom Kinder- und Jugendbeirat erstellten Spielplatz-Prioritätenliste. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen hatten in den vergangenen Wochen sämtliche kommunale Spielplätze inspiziert und in einem 35-seitigen Papier Zustand, Ausstattung und Handlungsbedarfe dokumentiert. Zwei Spielplätze wurden dabei als besonders prioritär herausgearbeitet. Das sei zum einen der Kleinkinderspielplatz in der Attilastraße in Großziethen als auch der Spielplatz Am Amtsgarten in Kiekebusch. Beide benötigten dringend mehr Spielgeräte, um die Attraktivität zu erhöhen und die Nutzung anzuregen. „Spielplätze sind für das Erleben der Kinder wichtig und der Hauptpunkt ihrer Freizeit“, erklärte die Vorsitzende des Kinder- und Jugendbeirats, Johanna Krey. Der Beirat forderte etwa eine Grundausstattung für alle Spielplätze, zu der eine Wippe, zwei Schaukeln, ein Klettergerüst und eine Rutsche gehörten. Auch Mülleimer, bestenfalls mit Hundekotbeuteln seien wünschenswert. Zudem sprach sich der Beirat dafür aus, die Spielplätze nach Mottos zu gestalten. Als positives Beispiel nannte Krey das Piratenschiff auf dem Spielplatz in Waltersdorf.

Die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Soziales, Kultur und Sport teilten die Auffassung und ergänzten die Wunschliste. So wurde angeregt, insbesondere Kleinkinderspielplätze zu umzäunen als auch mit schattenspendenden Pflanzen zu versehen. Zu beachten sei dabei aber, dass diese weder giftig seien, noch Dornen hätten, wie etwa einer der Büsche auf dem Spielplatz in der Attilastraße, der aus Sicht des Beirats dringend entfernt werden müsse.

In einem nächsten Schritt sollen die Ergebnisse der Analyse im Entwicklungsausschuss der Gemeinde Schönefeld vorgestellt und diskutiert werden. Der Ausschuss für Bildung, Soziales, Kultur und Sport schlug vor, bereits im Vorfeld einen Landschaftsplaner zu beauftragen, der für die beiden als prioritär herausgearbeiteten Spielplätze in Großziethen und Kiekebusch Gestaltungsvorschläge erarbeitet. Welcher konkrete Verfahrensweg eingeschlagen wird, werde nunmehr zwischen Verwaltung und Entwicklungsausschuss abgestimmt.

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