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Bundestagswahl: Sylvia Lehmann holt Direktmandat

Die SPD-Politikerin Sylvia Lehmann hat im Wahlkreis 62 „Dahme-Spreewald – Teltow-Fläming III – Oberspreewald-Lausitz I“ das Direktmandat zum Einzug in den Bundestag gewonnen. Die aus Märkisch Heide kommende Bundestagsabgeordnete erreichte 26,5 Prozent der Erststimmen in dem Wahlkreis und damit deutlich mehr als noch 2017. Damals kam die 67-Jährige auf 19,2 Prozent der Stimmen und landete hinter Jana Schimke (CDU) und Dietmar Ertl (AfD) auf Platz 3. Lehmann war im Dezember 2019 für Manja Schüle in den Bundestag nachgerückt, nachdem diese als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur ins Brandenburger Kabinett beordert worden war.

Mit 19,9 Prozent der Wählerstimmen hatte die Wahlsiegerin des Jahres 2017, Jana Schimke, bei dieser Wahl das Nachsehen. Sie musste deutliche Stimmenverluste hinnehmen. Vor vier Jahren hatte sie noch 35 Prozent der Wählerstimmen hinter sich vereinen können. Dritter wurde mit 17,6 Prozent der Stimmen Steffen Kotré (AfD).

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Zweitstimmen. Auch hier legte die SPD im Vergleich zur letzten Bundestagswahl im Wahlkreis 62 deutlich zu und erreichte mit 28,5 Prozent das beste Ergebnis. Die AfD kommt mit 17,9 Prozent auf Platz 2 noch vor der CDU, die von 29,4 Prozent im Jahr 2017 auf jetzt 16,3 Prozent abstürzte. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,9 Prozent und damit um 1,5 Prozentpunkte höher als vor vier Jahren. Wahlberechtigt waren 253.000 Personen.

In der Gemeinde Schönefeld zog es prozentual sogar noch mehr Wahlberechtigte an die Wahlurnen. Hier hatten 78,1 Prozent der Bewohner*innen ihre Stimmen abgegeben. Auch hier wurde zwar die SPD mit 24,3 Prozent der Stimmen stärkste Kraft, jedoch mit weniger deutlichem Vorsprung als im gesamten Wahlkreis. Die CDU erreichte in Schönefeld 21,6 Prozent der Stimmen, die AfD als drittplatzierte 15,4 Prozent. Bei den Erststimmen lag die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke sogar vor Lehmann. 25,5 Prozent der Schönefelder*innen gaben ihr die Stimme, für den direkten Wiedereinzug in den Bundestag. Sylvia Lehmann kam in Schönefeld auf 22,8 Prozent.

Auch auf Bundesebene wurde es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD. Nach Auszählung aller Stimmen und vorläufigem amtlichen Ergebnis kam die SPD um Spitzenkandidat Olaf Scholz mit 25,7 Prozent auf die meisten Wählerstimmen und könnte nun auch den Bundeskanzler stellen. Die CDU/CSU erreichte 24,1 Prozent der Stimmen und damit 8,8 Prozentpunkte weniger als noch vor vier Jahren. Zu den Wahlgewinnern gehören neben der SPD die Grünen, die auf Bundesebene um 5,7 Prozent zulegen konnten und mit 14,8 Prozent vor der FDP (11,5) und der AfD (10,3) auf Platz 3 kamen. Die Linke verfehlen mit 4,9 Prozent der Wählerstimmen die 5-Prozent-Hürde für den Einzug in den Bundestag vermutlich knapp, werden aber aufgrund von drei gewonnenen Direktmandaten dennoch im Bundestag vertreten sein.

Wie in Brandenburg, im Wahlkreis oder in der Gemeinde Schönefeld im Einzelnen abgestimmt worden ist, kann hier nachgelesen werden:

Ergebnisse Bundestagswahl 2021_Wahlkreis 62_Gemeinde Schönefeld

 

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