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Update Havarie Waßmannsdorf: Klärwerk wieder im Normalbetrieb

 

Früher als erwartet hat sich nach der Havarie in Waßmannsdorf die Biologie im Klärwerk und seinen zugehörigen Ableitbächen wieder erholt. Wie ein Sprecher der Berliner Wasserbetriebe mitteilte, erreichen die Ablaufwerte für die einzelnen Parameter, wie etwa Stickstoff, mittlerweile wieder die geforderte Höhe. Das Klärwerk läuft wieder im Normalbetrieb.

 


26.02.2021

Die Berliner Wasserbetriebe haben eine umfassende Information über die Ereignisse im Zusammenhang mit der Havarie im Klärwerk Waßmannsdorf erstellt. Das Schreiben informiert über die Geschehnisse, die ergriffenen Maßnahmen und den aktuellen Stand. Wie berichtet hatte sich die Situation in den letzten Tagen normalisiert, alle sofort nach dem Brand in dem Galvanik-Betrieb in Berlin-Marienfelde eingeleiteten Maßnahmen hätten sich als sehr effizient erwiesen.

Informationsschreiben zur Havarie im Klärwerk Waßmannsdorf_BWB_25.02.2021


 

23.02.2021

Nach der Havarie im Klärwerk Waßmannsdorf rechnen die Berliner Wasserbetriebe mit einer baldigen Normalisierung der Situation. Die Biologie im Klärwerk habe sich nach Angaben eines Sprechers bereits soweit erholt, dass dieses fast wieder seine volle Leistung erreicht habe. Die Wasserbetriebe stehen in engem Kontakt mit den Untersuchungs- und Genehmigungsbehörden. Es wird davon ausgegangen, dass insbesondere der Südableiter im Bereich des Rudower Grabens in Kürze wieder in Betrieb genommen werden kann. Die geringe Wassermenge in dem Ableiter als auch tote Fische, die im Umfeld des Klärwerks gefunden worden sind, haben bei Bewohnern für Unmut und Verunsicherung gesorgt.

Die Berliner Wasserbetriebe hatten nach dem Großbrand in Berlin eine Reihe Maßnahmen ergriffen, um den Schaden zu begrenzen, der durch die mit dem Löschwasser in die Ableiter gelangten Cyanide entstanden war. Unter anderem hatte das Brandenburger Landesamt für Umwelt (LfU) angeordnet, den Südableiter zu sperren. Das bedeutet, das seit mehr als einer Woche kein Wasser aus dem Klärwerk mehr in diese Gräben fließt. Der Wasserstand ist an vielen Stellen stark gefallen und mit ihm der Sauerstoffgehalt in den verbliebenen Tümpeln.

Das Berliner Fischereiamt hat tote Fische aus dem Umfeld des Klärwerks geborgen, um sie zu untersuchen. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Die Meßwerte der Senatsverwaltung für Umwelt aus den umliegenden Gewässern würden nach Angaben der Wasserbetriebe jedoch nicht darauf hindeuten, dass das Wasser für Fische toxisch ist. Hundebesitzer sollten dennoch darauf achten, dass ihre Tiere nicht aus den Ableitern trinken.

Bevor die Südableitung wieder in Betrieb genommen werden kann, nutzt der Wasser- und Bodenverband „Dahme-Notte“ mit Sitz in Gallun/Mittenwalde den niedrigen Wasserstand, um aus den Gräben Sandbänke zu entfernen, die sich durch badende Hunde und Pferde, aber auch durch das Wirken von Bibern gebildet haben. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum Ende der Woche andauern.


 

15.02.2021

Die Berliner Wasserbetriebe arbeiten weiter unter Hochdruck an der Behebung des durch kontaminiertes Löschwasser entstandenen Schadens im Klärwerk Waßmannsdorf. Wie ein Sprecher sagte, seien am Wochenende 20 Tonnen frischer Klärschlamm aus dem Klärwerk Ruhleben nach Waßmannsdorf transportiert worden, aktuell würden weitere Lieferungen aus Stahnsdorf organisiert. Mit dem Schlamm sollen die Stickstoffwerte stabilisiert und damit das biologische Gleichgewicht im System wieder hergestellt werden. 

Wie berichtet waren nach einem Brand in einem metallverarbeitenden Betrieb in Berlin-Marienfelde am vergangenen Freitag mit dem Löschwasser Cyanide ins Klärwerk und von dort in die Ablaufbäche gelangt, die über Rudow und Schönfeld zum Teltowkanal fließen. Die auch als Blausäure bekannte Chemikalie stellt nach Ansicht von Fachleuten keine Bedrohung für die Bevölkerung dar, sorgt jedoch dafür, dass im Wasser lebende Organismen wie etwa auch Fische nicht genug Sauerstoff aufnehmen können. Der Zulauf der Chemikalien sei inzwischen gestoppt. Um das Abfließen des Löschwassers zu verhindern, hatte die Feuerwehr eine Sperre errichtet. Nach ersten Erkenntnissen hatte diese aber offenbar ein Leck, das am Samstag mit Dichtkissen gestopft worden ist. 

Bis der biologische Schaden behoben ist, könne es aber Tage dauern, hieß es. Neben der ständigen Kontrolle der Stickstoffwerte werde weiter nach den Ursachen geforscht. 

Der Aufenthalt im Bereich der Bäche ist gefahrlos möglich. Hundebesitzer sollten aber weiter darauf achten, dass ihre Tiere nicht daraus trinken. 


 

13.02.2021

Nach einem Großbrand in einem Galvanik-Betrieb in Berlin-Marienfelde in der Nacht zum Freitag sind mit dem Löschwasser kontaminierte Stoffe ins Klärwerk Waßmannsdorf der Berliner Wasserbetriebe gelangt. Diese konnten dort nicht vollständig gefiltert und abgebaut werden. Unter anderem kam es in den beiden offen fließenden Ableitern des Klärwerks zu einer starken Sauerstoffzehrung, in dessen Folge bereits einige Fische starben. Eine Gefahr für Spaziergänger besteht nicht. Hundebesitzer sollten jedoch vorsorglich darauf achten, dass ihre Tiere nicht aus den in Richtung Rudow sowie in Richtung Schönefeld jeweils zum Teltowkanal fließenden bachartigen Ableitern trinken. An der Beseitigung der Störung wird mit Hochdruck gearbeitet.

Das Feuer in dem metallverarbeitenden Betrieb war am Donnerstagabend ausgebrochen. Dabei waren Bäder mit Chemikalien in Brand geraten. Zunächst brannten rund 2000 Quadratmeter, das Feuer breitete sich jedoch rasch über die komplette Produktionshalle mit etwa 5000 Quadratmetern Fläche aus. Bis zu 170 Feuerwehrleute waren im Einsatz, die zum Teil spezielle Schutzanzüge tragen mussten. Während des Brands mussten über 60 Bewohner*innen einer nahegelegenen Flüchtlingsunterkunft evakuiert werden. Es entstand eine riesige Rauchwolke mit beißendem Geruch, der nach Angaben der Feuerwehr jedoch nicht gesundheitsgefährdend gewesen sei. Nach 15 Stunden war das Feuer gelöscht. Nach dem Brand wurden die Chemikalien analysiert und das giftige Löschwasser abgeleitet.

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